Altersarmut: Konkret steigende Anzahl der Sozialhilfeempfänger im Rentenalter

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Grundsicherung nennt es die Bundesregierung und Armut drückt es aus. Die Anzahl der armen Senioren und Rentner in Deutschland ist im Jahr 2012 um 6,6 Prozent angestiegen. Rente und (nicht vorhandenes) Vermögen reichen für die Bewältigung des Lebensunterhalts nicht mehr aus.

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Immer mehr Rentner können ohne fremde Hilfe nicht mehr überleben

Steigende Altersarmut bei den Rentnern in Deutschland

Die ansteigende Armut in Deutschland ist inzwischen konkret geworden. Wenn bisher von der Gefahr einer hohen Altersarmutsquote die Rede gewesen ist, so kann diese „Gefahr“ heute mit 6,6 Prozent beziffert werden. Diese Zahl drückt den angestiegenen Anteil der Personen in Deutschland aus, die auf Hilfe zum Bestreiten des Lebensunterhalts angewiesen sind.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlichte die Anzahl der Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung für das Jahr 2012. Das Erhalten von Grundsicherungs-Geldern ist eher als Sozialhilfe bekannt und drückt nichts Weiteres als Armut aus.

Die Armut im Alter schreitet sehr sichtbar voran. Zum Ende 2012 erhielten von 1.000 über 65-Jährige in den alten Bundesländern 30 Personen eine Leistung der Grundsicherung. In den neuen Bundesländern war der Anteil der Sozialhilfeempfänger bei 20 von 1.000 deutlich geringer.

Besonders betroffen sind Frauen im alten Bundesgebiet. Von 1.000 Frauen über 65 Jahre bezogen zum Ende 2012 33 eine Grundsicherung. Dem gegenüber stehen anteilig 25 Männer.

In absoluten Zahlen waren es im vergangenen Jahr 465.000 Grundsicherungs-Empfänger in einem Alter über 65 Jahre. Zusätzlich bezogen 435.000 Personen ihre Hilfen aufgrund dauerhafter Erwerbsminderung. Das Jahr 2012 ließ die Sozialhilfeempfänger somit auf 900.000 volljährige Personen ansteigen.

Die meisten anteiligen Empfänger der Grundsicherung befanden sich Ende 2012 in Hamburg (62 von 1.000), gefolgt von Bremen (55 von 1.000) und Berlin (53 von 1.000). In Sachsen und Thüringen (je 10 von 1.000) wurden die geringste Anzahl der Menschen gezählt, die weder über ein ausreichendes Einkommen, noch über ein Vermögen zur Bestreitung ihres Alltagslebens verfügten.

Angesichts der steigenden Anzahl von Niedriglöhner und geringfügig Beschäftigten, u.a. Dank Agenda 2010, kann an einer Hand abgezählt werden, dass die Armutsquote in Deutschland künftig förmlich explodieren muss.

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