Airbus-Chef schließt sich den Mindestlohn-Kritikern an

Flüchtlingsdebatte-


Airbus-Chef Enders fordert eine Lockerung der Arbeitsregelungen in Deutschland, bis hin zu mit den in den USA vergleichbaren vorherrschenden Bedingungen. Für den Mindestlohn müsse es Ausnahmeregeln geben und für befristete Arbeitsverhältnisse mehr Flexibilität.

A380

Airbus-Chef fordert die Auflockerung der Arbeitsbedingungen in Deutschland

Deregulierung bis „runter“ zu den US-Standards

Die Stimmen für eine Lockerung der Arbeitsbedingungen in Deutschland aufgrund der Flüchtlingskrise mehren sich. Nun meldete sich der Vorstandschef der Airbus-Gruppe, Tom Enders, in einem Gastbeitrag für die „Süddeutsche Zeitung zu Wort und fordert Ausnahmen von der Mindestlohnregelung und mehr Spielraum bei zeitlich begrenzten Arbeitsplätzen.

Die Flüchtlinge müssen schnell in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden und deshalb sei es erforderlich, die Regulierungen zu lockern. Dies sei der einzige Weg, um den Asylanten eine Möglichkeit für die Beschäftigung zu geben, so Enders. Eine zu hohe „Eintrittsschwelle in den Arbeitsmarkt“ hindere die Einwanderer an ihrer Integration in die Gesellschaft.

Der deutsche Arbeitsmarkt müssen den Verhältnissen in den USA angeglichen werden. Der US-Arbeitsmarkt zeige, wie schnell eine Integration möglich sei. „Was als Schutzmechanismus gedacht war, wird zum Instrument der Ausgrenzung“, so der Airbus-Chef. Es sei besser, einen Job mit niedrigem Lohn zu haben, statt ohne Beschäftigung und mit Sozialhilfe „zu Nichtstun und Frust verdammt zu sein“. Eine zu scharfe Abschottung der Arbeitsmärkte verhindere die Integration der Flüchtlinge.

Laute Töne aus einem Serien-Pannen-Unternehmen

Die Botschaft ist unmissverständlich. Arbeitsschutzmaßnahmen werden als Hindernisse erklärt und der von den profitorientierten Arbeitgebern kritisierte Mindestlohn unter Dauerfeuer genommen. Ausgerechnet die Airbus-Gruppe sollte sich mit derartigen Tönen eher in Zurückhaltung üben und erst einmal in den eigenen vier Wänden kehren und für Ordnung sorgen. Eine umfangreiche Erklärung an die zahlreichen Airlines, wann z.B. die Pannenserie des „Großprojekts“ A380 ein Ende findet, wäre angebrachter.





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