Abschuss Boeing 777 Malaysia Airline: Alle haben Verantwortlichen parat

Ukraine-Konflikt-


Absturz oder Abschuss. Alles deutet auf einen gezielten Abschuss der Boeing 777 von Malaysia Airlines hin, doch die finalen Beweise bleiben noch aus. Kiew beschuldigt die „Separatisten“, die Donezker Volksmilizen zeigen auf die Ukraine. Der Kreml bezeichnet die Schuldzuweisungen an Russland als eine „Dummheit“.

Raketen

Die Separatisten sind schuld, so Kiew. Nur die Ukraine besitzt die Waffen, so Donezk

Wer hat den Tod von knapp 300 Menschen zu verantworten?

Die ukrainischen Behörden sprechen von einem Abschuss der Malaysia Airlines über der Ost-Ukraine durch eine Buk-Rakete. Das russische Verteidigungsministerium berichtet von insgesamt 27 installierten Flugabwehr-Systemen im umkämpften Gebiet Donezk, bereitgehalten von der Armee der Ukraine. In der Nacht zum Freitag teilte die russische Behörde lt. RIA Novosti mit, dass nach eigenen Informationen „im Raum der Katastrophe Einheiten der ukrainischen Streitkräfte stationiert sind, die mit Flugabwehrraketen-Systemen des Typ Buk M1 bewaffnet sind“.

Die Buk-Abwehrsysteme seien in der Lage, ein Ziel in der Luft auf einer Entfernung von über 30 km in allen Höhenbereichen zu bekämpfen. Die ukrainischen Streitkräfte haben demnach nordwestlich von Donezk 27 Startanlagen Buk M1 in Stellung gebracht.

Die Volksmilizen in der Ost-Ukraine weisen nach wie vor jede Schuldzuweisung von sich. Der Sprecher der Milizen teilte RIA Novosti mit, dass lediglich Raketen des Typs Buk und S-300-System in der Lage seien, Ziele in dieser Höhe zu treffen. Über solche Waffen verfügten die Volksmilizen jedoch nicht.

Kiew sieht Verantwortliche für Abschuss der Malaysia Airlines in Separatisten

Die ukrainische Regierung betrachtet den (noch vermeintlichen) Abschuss der MH17 von Malaysia Airlines als ein „Akt des Terrors“, ausgeführt von den „Separatisten“ im Gebiet um Donezk. Die Kiewer Behörden berichteten von einem abgehörten Funkgespräch, das zwischen Kosaken geführt worden sein soll. Im Funkgespräch sei über die Maschine gesprochen worden sein, ob diese nun abgeschossen werden solle oder nicht. Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko veröffentlichte auf seiner Web-Präsenz, dass „einer der Extremistenführer“ sowie weitere „Terroristen und Diversanten“ via Funk mit einer abgeschossenen Passagiermaschine geprahlt haben sollen.

Der Sprecher des Premiers der „Volksrepublik Donezk“ (VRD), Sergej Kawtarade, erklärte gegenüber RIA Novosti die Aussagen Kiews als ein „überaus läppischer Versuch, die Verantwortung auf die VRD abzuwälzen“. Das sei ein Beispiel für eine „unbeholfene und unprofessionelle Propaganda“.

Moskau spricht lediglich von Dummheit

Die gegenseitige Schuldzuweisung ging weit über die Grenzen der Ostukraine hinaus und traf auch in Moskau ein. Der Kreml erwiderte lediglich, dass es „dumm“ sei, Russland mit dem Absturz der malaysischen Boeing in Verbindung zu bringen. Gegenüber The Guardian erklärte Dmitri Peskow, Pressesekretär des russischen Präsidenten, dass Moskau zu dieser Tragödie keine weiteren Erklärungen abgeben wäre. Derzeit wisse niemand, wer den Absturz zu verantworten hat.





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