Abschlussrede Barack Obamas passt nicht ganz ins Bild

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Die Aussagen des US-Präsidenten Barack Obama in seiner Abschlussrede nach dem Besuch in der Bundesrepublik passen nicht so ganz in das Bild der strategischen Ausrichtung Washingtons. Auf der einen Seite müsse „Europa“ im Kampf gegen den Terror gestärkt werden, auf der anderen Seite gilt es den alten Kontinent möglichst zu destabilisieren.

Widersprüchliche Aussagen in der gleichen Rede

Weisskopfseeadler
USA können kaum an ein starkes Europa interessiert sein

US-Präsident Barack Obama hielt zum Abschluss seines BRD-Besuchs eine Abschlussrede. Er rief „Europa“ zu mehr Zuversicht auf und dass wegen der aktuellen Bedrohungen und Konflikte ein „starkes und vereintes Europa eine Notwendigkeit für die Welt“ sei. Die größte Gefahr für die USA und Europa ginge derzeit von den Terroristen des „Islmischen Staates“ aus und deshalb werde Washington das militärische Kontingent im Irak und Syrien erweitern.

Obama rief „Europa“ und die NATO dazu auf, sich stärker in Syrien und im Irak zu engagieren. Für den Kampf, die Ausbildung und den Aufbau müssten sich mehr Nationen einsetzen.

In der gleichen Rede stellte der US-Präsident fest, dass die Welt im Augenblick so friedlich wie noch nie sei. Die Menschen hätten das Glück, dass die in einem nie da gewesenen Frieden und Wohlstand leben könnten.

So „friedlich“ geht es derzeit in der Welt zu

  • Bürgerkrieg in Syrien
  • Krieg in der Ukraine
  • Anhaltende Konflikte im Irak nach US-geführtem Angriffskrieg
  • Krieg in Afghanistan
  • Scharia-Auseinandersetzungen in Nigeria
  • Somalischer Bürgerkrieg
  • Bürgerkrieg im Südsudan
  • Bürgerkrieg in Libyen, nach US-geführtem Angriffskrieg
  • Anhaltende Kämpfe zwischen Türkei und PKK
  • Konflikte im Jemen

Sehen die wahren Ambitionen der USA völlig anders aus?

Mit seiner Darstellung eines notwendigen „gestärkten Europas“ steht der US-Präsident im krassen Widerspruch zu den Ausführungen des US-amerikanischen Think Tank STRATFOR. Der Think-Tank-Chef George Friedmann erklärte am 04. Februar 2015 in Chicago klipp und klar die Ziele der US-Administration. In erster Linie sehe Washington weder ein „Europa“, noch eine „EU“, sondern die einzelnen nationalen Länder. Darüber hinaus müsse eine wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen „Deutschland“ und Russland unter allen Umständen verhindert werden. Dies sei für die USA bereits seit 1871 von höchster Priorität.



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