Aachener Vertrag: Ein paar Eckpunkte zu den Inhalten

Freundschaftsvertrag –


Nachdem der Aachener Vertrag mehr oder weniger in Stille über die Bühne gegangen ist, wird es plötzlich laut um diese Ergänzung des Vertrages von 1963. Das Auswärtige Amt gab ein paar Eckpunkte zu den Inhalten bekannt.

Handschlag

Aachener Vertrag zw. Bundesrepublik Deutschland und Französische Republik

Militärische Zusammenarbeit und mehr Bedeutung bei der UN

Im Vorfeld des nun unterzeichneten „Aachener Vertrages“ blieb es in der deutschen Medienlandschaft relativ still. Nachdem Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ihre Unterschriften setzten, sind die Schlagzeilen und TV-Ticker voll mit den neuesten Errungenschaften zwischen beiden Ländern. Das Auswärtige Amt setzt auf Aufklärung, allerdings ebenfalls erst nach vollendeter Abzeichnung des Vertrages. Mit dem Titel „5 Dinge, die Sie über den Vertrag von Aachen wissen sollten“ soll nun der Inhalt in Umrissen an die Öffentlichkeit gebracht werden.

Demnach enthalte der neue „deutsch-französische Freundschaftsvertrag“ wesentliche Vereinbarungen, die ein „Nein zu ‚Erbfeindschaft‘, nein zu Krieg und Zerstörung. Ja zu Freundschaft und Europa“ beinhalte. Die Kräfte beider Länder sollen gebündelt werden, um in Gemeinsamkeit die internationale Politik stärker zu gestalten.

Bereits im ersten Abschnitt steht das Militär im Vordergrund. Beide Länder wollen die Leistungsfähigkeit Europas voranbringen. Dafür soll es künftig eine verstärkte Zusammenarbeit beider Streitkräfte geben. Dies gelte auch bei gemeinsamen Einsätzen.

Der Aachener Vertrag regelte demnach auch die engere Partnerschaft mit Afrika, indem u.a. der private Sektor und Berufsbildung gefördert sowie die Frauen gestärkt werden sollen.

Frankreich und die Bundesrepublik wollten gemeinsam stärker auftreten, um die Bedeutung der Europäischen Union in der UN mehr Nachdruck zu verleihen. Ziel sei auch die Aufnahme „Deutschlands als ständiges Mitglied“.

Auf dem Plan stehe auch ein „Rat der Wirtschaftsexperten“ für die Förderung der Integration beider Volkswirtschaften mit dem Ziel eines „deutsch-französischen Wirtschaftsraums“. Die bereits heute bestehenden rund 2.200 Städtepartnerschaften beider Länder sollen ausgebaut werden. Der Aachener Vertrag regelt demnach auch die Förderung der Jugendarbeit, den Austausch von Kultur und mehr Zusammenarbeit im Bereich der Bildung.

Der insgesamt 28 Artikel umfassende Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über die deutsch – französische Zusammenarbeit und Integration wird vom Auswärtigen Amt (noch) zum Download angeboten. Beinhaltet sind weitaus mehr Positionen als lediglich die 5, die man lt. Auswärtiges Amt wissen sollte.




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