180-Grad-Wendung: Griechenland-Austritt kein Tabu mehr

Eurokrise-


Eine überraschende, aber nicht untypische 180-Grand-Wendung der Bundesregierung. Das Tabu-Thema Griechenland-Austritt aus der Eurozone ist passé. Athen könne nach einem Wahlsieg der Linkspartei Syriza durchaus einen eigenen Währungs-Weg einschlagen, so nun die Einschätzung Merkels und Schäubles.

Eurozone

Bundesregierung betrachtet Griechenland-Austritt nun als eine mögliche Option

Griechenland stelle keine Gefahr für andere Euro-Länder mehr dar

Griechenland raus aus der Eurozone. Ein Schritt, der noch vor zwei Jahren als undenkbar erschien und als ein Katalysator für eine Krisen-Epidemie galt. Um nicht die anderen geschwächten Länder wie Irland und Portugal anzustecken, müsse Griechenland unter „allen Umständen“ in der Währungsgemeinschaft gehalten werden. Nun sehen die Dinge scheinbar völlig anders aus. Sollte die Linkspartei Syriza nach der Neuwahl am 25. Januar 2015 die Oberhand gewinnen, so könne das Land getrost eigene Wege mit einer nationalen Währung gehen. Die Ansteckungsgefahr sei nun gebannt, für einen „Grexit“ bestehen nur noch geringe Risiken.

Lt. Informationen des Spiegels seien Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nun dazu bereit, Griechenland aus der Eurozone ausscheiden zu lassen. Die Gemeinschaftswährung könne den Austritt verkraften. Portugal und Irland gelten als nun saniert und mit dem inzwischen in Kraft getretenen Rettungsmechanismus ESM sei eine schlagkräftige Einrichtung für die Länder geschaffen worden. Die Bankenunion erbringe das notwendige Rüstzeug für die Stützung der Kreditinstitute.

Offenbar wurde das Regelwerk Euro-Beitritt in Verbindung mit der EU-Mitgliedschaft als eine Einbahnstraße konzipiert. Lt. Spiegel sei für die Bundesregierung ein Griechenland-Austritt aus der Währungsgemeinschaft durchaus vorstellbar, aber nicht wie das Land gleichzeitig in der EU verbleiben könne. Es bestehe generell die Frage, wie ein Mitgliedsland, das den Euro verlassen will, dennoch in der Europäischen Union bleiben kann.

Die EU-Mitgliedschaft trotz nach wie vor bestehender nationaler Währung ist jedoch kein Hindernis.





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