16 Mio. Menschen von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht

Armut-


Rund ein Fünftel der Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik war im Jahr 2015 von Altersarmut betroffen bzw. bedroht. Die soziale Ausgrenzung verblieb seit Jahren auf konstant hohem Niveau.

EU-Durchschnitt lag bei 23,7 Prozent

Obdachlose
16,1 Mio. Menschen: Soziale Ausgrenzung und Armut

Im Jahr 2015 waren in der Bundesrepublik rund 16,1 Millionen Menschen von Armut oder der sozialen Ausgrenzung bedroht, so die Statistikbehörde Destatis. Das entspricht einer Quote von 20 Prozent. Die Armutsquote blieb demnach seit dem Jahr 2008 auf nahezu konstantem Niveau.

Die Quote verfehlte den Durchschnitt der Europäischen Union von 23,7 Prozent im Jahr 2015 nur knapp.

Von einem finanziellen Mangel waren im vergangenen Jahr 16,7 Prozent bzw. jeder Sechste betroffen. Somit rund 13,4 Millionen Menschen. Von der Armut bedroht sind Menschen, die über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügen. Im Jahr 2015 lag diese Marke für einen Single-Haushalt bei 1.033 Euro im Monat. Für ein Ehepaar mit zwei Kindern unter 14 Jahren lag die Armutsgefährdungsgrenze bei 2.170 Euro pro Monat.

Wie extrem verschoben die Wahrnehmung von der Anzahl der von Armut bedrohten bzw. betroffenen Menschen sein kann, zeigt der Beitrag „Rentendemokratie Deutschland“ von der F.A.Z.. Der Autor will festgestellt haben, dass die Emotionalisierung der Politik zum Ausspielen zwischen Jung und Alt gut funktionierte. Dies zeige „die weitverbreitete Angst vor der Altersarmut, obwohl diese im Land nur selten anzutreffen ist“. Die Uhr tickt bereits.


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