0,2% BIP-Wachstum im 3. Quartal 2016 – Trübe Stimmung

Konjunktur-


Gedämpfte Stimmung beim deutschen Wirtschaftswachstum im dritten Quartal 2016. Ebenso trübe Laune bei den Instituten, die eine etwas optimistischere Vorhersage wagten. 0,2 Prozent BIP-Wachstum in den Monaten Juli bis September setzten das bereits verlangsamte Wachstum im Vorquartal fort.

Mehr Beschäftigte für ausgebremstes Wachstum

Konjunkturansteig
Trübe Stimmung nach mageren 0,2% BIP-Wachstum

Die große „Hausse“ in der deutschen Wirtschaft war es nicht gerade. In den Monaten Juli bis September 2016 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem zweiten Quartal 2016 um 0,2 Prozent (preis-, saison- und kalenderbereinigt), so die Statistikbehörde Destatis am Dienstag. Im ersten Quartal dieses Jahres zog die Wirtschaft um 0,7 Prozent an.

„Das deutsche Wirtschaftswachstum verliert etwas an Schwung“, so die Statistiker. Die dennoch vorhandenen positiven Impulse für das dritte Quartal kamen demnach überwiegend vom inländischen Konsum im Vorquartal. Private Haushalte sowie die Ausgaben der öffentlichen Hand legten erneut zu. Die vorläufigen Berechnungen zum Wachstum im dritten Quartal 2016 zeigten, dass in Ausrüstungen etwas weniger und in Bauten etwas mehr investiert wurde als in den drei Monaten zuvor.

Die Importe seien in einem geringfügigen Umfang angestiegen. Die Verlangsamung des BIP-Wachstums zeigte sich auf Bezug zum Vorjahresquartal. Das preisbereinigte BIP stieg im dritten Quartal 2016 um 1,5 Prozent (kalenderbereinigt um 1,7 %) an. Im zweiten Quartal lag das Wachstum auf Jahressicht bei 3,1 Prozent und im ersten Quartal bei 1,5 Prozent.

Die Wirtschaftsleistung wurde im dritten Quartal 2016 von rund 43,7 Millionen Erwerbstätigen in der Bundesrepublik erbracht. Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum waren das 388.000 Menschen bzw. 0,9 Prozent mehr.

Der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) Gustav Horn zeigte sich enttäuscht über das magere BIP-Wachstum um 0,2 Prozent. Das IMK prognostizierte für den Zeitraum ein Plus um 0,3 Prozent. Als Grund für das gedämpfte Wachstum vermutet das Institut die erneut schwach ausgefallenen Investitionen.

Somit warf wieder einmal ein „überraschend“ veränderter Parameter die zuletzt aufgestellten Prognosen, die lediglich auf den Ist-Zustand setzen und auch eine Fortsetzung dieses Zustandes voraussetzen.


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