Weihnachtszeit: Wenn grobe Fahrlässigkeit zum Wohnungsbrand führt

Brandgefahr Weihnachtszeit-


Weihnachtszeit ist Kerzenzeit und somit auch die Zeit der erhöhten Brandgefahr. Das Licht einer einzigen Kerze auf dem Weihnachtsbaum oder dem Adventskranz reicht für eine unerwartet hitzige Komplettbeleuchtung aus. Ein alljährlicher Vorgang, der mitunter Hausratversicherung, Wohngebäudeversicherung und Haftpflichtversicherung ins Zusammenspiel bringt.

Kerzenlichter

Die Weihnachtsromantik kann sehr schnell in einem Advents-Albtraum enden

Wenn zum Weihnachts-Brand „grobe Fahrlässigkeit“ im Spiel war

„Advent, Advent, der Christbaum brennt“, oder „Alle Jahre wieder, kommt die Feuerwehr“. Rund 12.000 Brände werden in den letzten Wochen eines Jahres gemeldet und das Jahr 2013 wird wohl kaum eine Ausnahme darstellen. Bereits mit dem 1. Advent werden in den Wohnzimmer der deutschen Haushalte die ersten Kerzen angezündet und damit ein potenzieller Auslöser für eine unerwünscht umfangreiche Weihnachtsbeleuchtung geschaffen.

Während die Kerzen auf einem Adventskranz die Wärme in der Regel nach oben noch relativ frei abgeben können, hängt dem „romantischen Licht“ am Christbaum meist ein Ast über dem Haupt. Die Brandgefahr zur Weihnachtszeit steigt jedes Jahr grundsätzlich an und die Schadenzahlen geben dieser Hypothese uneingeschränkt recht.

Das vermeintliche Sicherheitsgefühl durch eine bestehende Hausratversicherung sollte keinesfalls zu Leichtsinn verleiten, denn „grobe Fahrlässigkeit“ schließt in der Regel den vollumfänglichen Schadenersatz aus.

Brennt der Weihnachtsbaum ab und werden die Gardinen gleich mitgenommen, springt die Hausratversicherung ein. Das gilt auch für entstandene Schäden an Möbel, Couch, TV und anderes Inventar. Rückt die Feuerwehr an und sorgt mit ausgiebiger Wasserzufuhr für weitere Schäden durch Löscharbeiten, deckt die Hausratversicherung die Folgeschäden ebenfalls. Sollte dem Versicherten jedoch eine „grobe Fahrlässigkeit“ im Umgang mit der „lodernden Weihnachtsdekoration“ nachgewiesen werden können, so zeigt sich die Hausratversicherung äußerst zurückhaltend und schließt zumindest den vollen Schadenersatz aus, so der warnende Hinweis von Gothaer Versicherungen. Im Extremfall kann die Leistung sogar gänzlich verweigert werden und der Brandverursacher darf auf seine eigene finanziellen Möglichkeiten zurückgreifen.

Greift der Brand die Substanz des Gebäudes an, würde die vorhandene Wohngebäudeversicherung des Eigentümers einspringen. Jedoch unter dem Vorbehalt, ggfs. den Verursacher des Brandes in die Pflicht zu nehmen, sofern eine grobe Fahrlässigkeit festgestellt wurde. Das kann sich auch um den Mieter einer Eigentumswohnung handeln. Sollte der Brandverursacher eine Haftpflichtversicherung in der Schublade liegen haben, so kann dieser mit etwas mehr Gelassenheit in seine Zukunft blicken.

Echte Kerzen an einem Weihnachtsbaum gehören ohne Unterbrechung unter Aufsicht gestellt. Eine einzige Minute reicht schon aus, um den „knorrigen“ Weihnachtsbaum zur vollständigen „Erleuchtung“ zu bringen. Gothaer rät daher zur Bereitstellung von Löschmitteln in unmittelbarer Nähe. Ein Eimer Wasser oder gleich ein Feuerlöscher in Reichweite sorgt für erhöhte Sicherheit. „Besondere Vorsicht ist übrigens geboten, wenn Kleinkinder im Raum sind. Ihr Spieltrieb kann schnell Ursache des Feuers sein“, so der warnende Hinweis von Norbert Freitag, Schadenexperte der Gothaer. Wenn schon echte Kerzen, dann die sogenannten Sicherheitskerzen aus dem Fachhandel. Deren Dochte sind kürzer als die Länge der Kerze und erlöschen somit vorzeitig, bevor das untere Ende erreicht ist.

Der Griff zu elektrischen Alternativen sollte nicht ohne kritischen Blick auf Prüf- und Qualitätssiegel erfolgen. Ein technischer Defekt war bereits öfters ein Auslöser für die vorzeitige „Entsorgung des Weihnachtsbaumes“.



Die Gothaer Versicherungs-Angebote im Überblick

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