Wachstum in der Versicherungswirtschaft in 2017

Versicherungsmarkt-


Die Lebens-, Kranken- und Sachversicherer konnten im Jahr 2017 in fast allen Bereichen ein Wachstum vorweisen. Das Kapitalanlagevolumen stieg auf rund 1,35 Billionen Euro an.

Lebensversicherer zählten Ende 2017 weniger Policen

Wachstum
Ende 2017 in Beständen knapp 435 Millionen Policen

Die finanzielle Lage der gesamten Versicherungwirtschaft im Bundesgebiet hat sich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Beitragseinnahmen, Vertragsbestand und der Bestand an Kapitalanlagen haben teils deutlich zugelegt, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Demnach summierten sich die Beitragseinnahmen der Erstversicherungsunternehmen bis Ende 2017 auf fast 198 Milliarden Euro. Ein Plus um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum bei den Beitragseinnahmen lag im Jahr 2016 bei 0,2 Prozent.

Die Versicherer verzeichneten beim Versicherungsbestand einen Zuwachs um 0,9 Prozent und hatten Ende 2017 rund 434,9 Millionen Policen in ihren Büchern stehen. In der Sparte der Schaden- und Unfallversicherung kletterte der Policenbestand auf 312,3 Millionen Verträge (+1,3 %). Die Krankenversicherer stockten ihren Vertragsbestand auf 34,3 Millionen Policen (+1,2 %) auf. In der Sparte der Lebensversicherungen schrumpfte jedoch der Vertragsbestand um 1,0 Prozent auf 88,3 Millionen Policen ab.

Das Kapitalanlagevolumen der Versicherer stieg im Jahr 2017 um 3,1 Prozent auf 1,35 Billionen Euro. Ein Resultat des angestiegenen Beitragswachstums. Mit rund 909 Milliarden Euro fällt der größte Teil des Kapitalanlagevolumens auf die Sparte der Lebensversicherungen ab. Die Krankenversicherer hatten Ende 2017 rund 273 Milliarden Euro und die Schaden- und Unfallversicherer rund 169 Milliarden Euro in ihren Büchern stehen.

„Die Versicherungswirtschaft passt sich zunehmend an die herausfordernden Rahmenbedingungen wie Niedrigzinsumfeld und schärferer Regulierung an. Zudem profitiert sie von der anhaltend robusten Konjunkturentwicklung in Deutschland. Für das laufende Jahr ist mit einem Beitragswachstum in etwa auf Vorjahresniveau zu rechnen“, so GDV-Chefsvolkswirt Dr. Klaus Wiener zu den Jahresergebnissen.


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