Versicherungsbedarf für Auszubildende

Versicherungsbedarf Azubis-

Der Übergang von der Schule über die letzten Ferien in den Ausbildungsstand ist ein neuer Lebensabschnitt. Der Alltag verändert sich schlagartig, der Ablauf ist ein völlig anderer. Mit dem Ausbildungsvertrag und dem Eintritt in die Beschäftigung entsteht ganz automatisch ein „Vertragsverhältniss“ mit der gesetzlichen Sozialversicherung. Der Arbeitgeber weiß in der Regel, was zu tun ist und welche Maßnahmen für Renten-, Kranken- und Unfallversicherungen notwendig sind. Welche Versicherungsbestandteile das sind und ob diese für Azubis ausreichend sind ist folgend aufgestellt.

Gesetzlicher Versicherungsschutz für Azubis mit kleinen Lücken

Versicherungsbedarf Azubis
Welche Versicherungen
benötigen Azubis?

Zahlreiche Risiken sind ab dem Beginn in das Auszubildenden Verhältnis durch gesetzliche Versicherungen wenigstens in den Grundzügen abgedeckt. Andere Lebensbereiche werden von den Sozialversicherungen wiederum überhaupt nicht erfasst. Was raten demnach die Versicherer selbst, welcher Schutz für angehende Berufstätige sinnvoll, oder sogar dringend empfohlen ist?

Arbeitslosen- und Rentenversicherung
Für Auszubildende gilt für jeden Arbeitnehmer auch, die automatische Versicherung in der gesetzlichen Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Die Beiträge werden vom Arbeitgeber automatisch abgeführt, aber dieser benötigt das sog. Versicherungsnachweisheft, entweder direkt von der Deutschen Rentenversicherung oder über die Vermittlung einer gesetzl. Krankenkasse. In diesem Nachweisheft trägt der Arbeitgeber jährlich das Bruttoeinkommen ein und dient dem Auszubildenden als ein Nachweis für die geleisteten Beiträge. Das Versicherungsnachweisheft sollte gut aufbewahrt werden.

Unfallversicherung
Die gesetzliche Unfallversicherung ist ein Bestandteil der Vorsorgemaßnahmen, die für Auszubildende automatisch in Kraft tritt. Versicherungsträger ist die Berufsgenossenschaft und die Beiträge werden ausschließlich vom Arbeitgeber entrichtet. Die Versicherungsleistungen umfassen jedoch nur Folgen nach Unfällen am Arbeitsplatz und auf dem Weg dorthin. Unfälle im Privatbereich, bzw. bei Freizeitbeschäftigungen fallen nicht in den Deckungsbereich vom gesetzlichen Unfallschutz. Zur Risikodeckung wäre eine zusätzliche private Unfallversicherung notwendig, die neben finanziellen Leistungen nach Unfallfolgen in der Freizeit, oft den Berufsbereich zusätzlich abdeckt.

Pflege- und Krankenversicherung
Ein Standbein der Sozialversicherung besteht aus der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Während der Schulzeit besteht eine Mitversicherung bei den Eltern. Mit dem Beginn der Ausbildung entsteht ein eigenes Versicherungsverhältnis. Auszubildender und Arbeitgeber leisten die Beiträge ab einer Ausbildungsvergütung höher als 325,- Euro mtl. je zur Hälfte. Liegt eine geringere Vergütung vor, trägt der Arbeitgeber die Beitragskosten alleine.

Die Regelleistungen der Krankenkassen weisen in vielen Bereichen Lücken auf, die über eine private Krankenzusatzversicherung geschlossen werden können. Speziell im zahnmedizinischen Bereich werden die Kosten für Zahnersatz von der gesetzlichen Krankenversicherung meist nur unzureichend gedeckt. Hohe Eigenleistungen sind die Regel.

Haftpflichtversicherung
Eine eigene Police zur sehr wichtigen Privathaftpflichtversicherung benötigt der Auszubildende spätestens dann, wenn die Ausbildung abgeschlossen wurde und voll ins Berufsleben gestartet wird. Das gilt ebenfalls wenn der der Azubi mit einem Partner oder Ehegatten die eigenen vier Wände bezieht. Andernfalls sind Auszubildende, sofern vorhanden, bei der „Familien-Haftpflicht“ der Eltern mitversichert, auch wenn bereits die Volljährigkeit erreicht und eine eigene Wohnung (als Single) bezogen wurde. Voraussetzung ist der „fließende Übergang“ vom Schulabschluss zur Ausbildung.

Berufsunfähigkeitsversicherung
Der Schutz über die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) für junge Auszubildende ist quasi über die gesetzliche Rente erfüllt und gilt im Rahmen einer Erwerbsminderung bereits ab dem ersten Versicherungstag, allerdings nur für Unfallfolgen am Arbeitsplatz. Wenn Auszubildende in den letzten beiden Ausbildungsjahren für mindestens ein Jahr versicherungspflichtig beschäftigt gewesen sind, wären die Rentenvoraussetzungen auch bei Unfällen in der Freizeit oder Krankheitsfällen erfüllt.

Die gesetzliche „Berufsunfähigkeitsversicherung“ leistet nicht, wenn grundsätzliche Erwerbsfähigkeit besteht. Ist der Arbeitnehmer nicht mehr in der Lage, z.B. seinen handwerklichen Beruf auszuüben, erhält er dennoch keine Versicherungsleistungen, falls dieser als Staplerfahrer beschäftigt werden könnte. Einen „Berufsschutz“ der gesetzlichen Versicherung gibt es nicht. Dagegen bieten private BU-Policen Leistungen wenn der bisher ausgeübte Beruf nicht mehr verübt werden kann.

Hausratversicherung
Leben Azubis noch im Haushalt der Eltern, sind sämtliche Gegenstände bei einer ggfs. vorhandenen Hausratversicherung der Eltern mitversichert. Der Schutz von der Hausratversicherung der Eltern kann vom Auszubildenden auch (eingeschränkt) mitgenommen werden. Sollte der Auszubildende das Elternhaus für vorübergehende Zeit verlassen, besteht am Ausbildungsort weiterhin ein Versicherungsschutz, der in der Regel meist auf 10% der Versicherungssumme begrenzt ist. Verlässt der Auszubildende das Elternhaus vollständig und gründet seinen eigenen Hausstand, geht auch der „Familienschutz“ der Hausrat-Police verloren. Ab dann müsste sich der Auszubildende um einen eigenen Hausratschutz kümmern.



Die Gothaer Versicherungs-Angebote im Überblick

Haftpflichtversicherung Unfallversicherung Hausratversicherung
Autoversicherung Zahnzusatzversicherung Tierhalterhaftpflicht

Bild: tommyS / pixelio.de

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