Versicherer wittern in magerem Erntejahr 2020 eine Chance

Versicherungswirtschaft –


Das Erntejahr 2020 fiel mit wenig Zufriedenheit aus. Die Erträge liegen wiederholt unter dem langjährigen Durchschnitt. Versicherer wittern die Ausweitung eines Geschäftsfeldes und fordern hierfür die Verwendung von Steuergeldern.

Soja-Ernte

Versicherer fordern Steuergelder für besseren Verkauf Mehrgefahrenversicherungen

Staat müsse Versicherungsprämie ausreichend bezuschussen

Die Erträge der Landwirtschaft im Bundesgebiet werden voraussichtlich das dritte Mal in Folge unter dem langjährigen Durchschnitt liegen. Nach dem annähernden Abschluss der Haupternte-Saison sei bereits jetzt schon absehbar, dass die Landwirte um rund 5 Prozent weniger erzeugt haben werden. Als hauptsächlicher Grund werden trotz regional starker Unterschiede eine Trockenperiode im Frühjahr sowie diverse Wetterextreme angegeben. Die Aussage „unterm Durchschnitt“ passt natürlich gut ins Bild des medial aufrecht erhaltenen Klimawandels, denn die Schwankungen bei den Ernteerträgen waren über die letzten Jahrzehnte erheblich und somit fielen einzelne Erntejahre naturgemäß über und andere wiederum unter dem Durchschnitt aus.

Das gigantische Geschäftsfeld des sog. Klimawandels und dessen vermeintlichen Folgen will auch von der Versicherungswirtschaft umfänglich betreten werden. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) spricht über „Ernteeinbußen wegen Dürre“ und den Bauern wegen Trockenheit erneut verdorbene Ernte. Die Versicherungswirtschaft hält hierfür eine sog. Landwirtschaftliche Mehrgefahrenversicherung parat, kann diese aber aufgrund der hohen Prämien offenbar nicht wie gewünscht verbreiten. Nun fordert der GDV für diese Versicherung staatliche Zuschüsse, also Steuergelder. „Bei einer entsprechenden staatlichen Unterstützung wären die Versicherer in der Lage, auch eine erhöhte Nachfrage an Mehrgefahrenversicherungen zu bedienen“, so Mitglied der GDV-Geschäftsführung Jörg Asmussen. Trockenheit seien als Wetterrisiko mit eingeschlossen. Das Potenzial für die Ausweitung dieses Geschäftsfeldes sind riesig. Gemäß GDV sind von den landwirtschaftlichen Anbauflächen im Bundesgebiet bisher nur 0,02 Prozent gegen Dürre versichert. Dürreschäden könnten jedoch nur über hohe Prämien und Selbstbehalte versichert werden und daher sei diese Versicherung für Landwirte preislich kaum erschwinglich. Daher müsse nun der Staat herhalten und wie in anderen EU-Ländern höhere Förderungen zugestehen. In manchen EU-Ländern, wie z.B. in Italien, Polen, Spanien, Niederlande und Frankreich werden demnach bis zu 70 Prozent der Prämie übernommen.

Im Bundesgebiet müsste der Landwirt bei einer Fläche von 50 Hektar mit rund 2.000 Euro jährliche Prämie für eine Mehrgefahrenversicherung rechnen, sofern der Staat die Hälfte des Gesamtbeitrags übernähme. Die bisherige Maßnahme der Bundesregierung, die Versicherungssteuer für die Gefahr „Trockenheit“ von vormals 19 Prozent des Versicherungsbeitrags auf 0,03 Prozent der Versicherungssumme zu senken, brachte lt. GDV für einen Betrieb mit 50 Hektar Anbaufläche einen Preisvorteil von lediglich rund 300 Euro ein. Dies reiche jedoch nicht aus, um die Mehrgefahrenversicherung für Landwirte attraktiv zu machen.

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