Donnerstag, den 19. Juli 2018

Schäden pro Blitzschlag nahmen 2017 weiter zu

Naturgewalten


Im Jahr 2017 sank die Anzahl der von Blitze verursachten Schäden ab. Doch die gesamte Schadensumme an Wohngebäuden und Hausrat blieb gegenüber dem vorjahr unverhändert hoch. Die Schadensumme pro Blitzschlag nahm somit wiederholt zu. Ein seit Jahren anhaltender Trend.

Schadensumme pro Blitzschlag nimmt seit Jahren zu

Blitzschlag

Im Jahr 2017 wurden weniger Blitze gezählt

Die Zahl der an Wohngebäuden und Hausrat Schäden verursachenden Gewitter-Blitze ist im Jahr 2017 gesunken. Nach Angabe des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) lag die Anzahl der Schäden verursachenden Blitze um rund 20.000 Einschläge niedriger als ein Jahr zuvor.

Doch mit der Verringerung des Blitzaufkommens ist der verursachte Schaden nicht gesunken. Lt. den vorläufigen Statistiken des GDV lag die Schadensumme mit rund 250 Millionen Euro auf gleich hohem Niveau.

Für jeden Blitzschaden leisteten die Versicherer im Jahr 2017 im Schnitt 840 Euro. Ein Jahr zuvor lag der durchschnittliche Schaden durch Blitzeinwirkung bei 770 Euro. Damit setzte das Jahr 2017 einen neuen Rekordwert. Der Anstieg der Schadenssumme pro Blitzeinschlag ist seit Jahren zu beobachten. So leisteten die Versicherer im Jahr 2013 pro Blitzeinschlag im Schnitt 580 Euro. Seither stieg die Schadensumme pro Fall um rund 45 Prozent an. Als Grund für die steigenden Kosten sieht der GDV die immer höherwertigere Gebäudetechnik wie u.a. Jalousie-Zentralsteuerungen und Heizungstechnik.

Blitzschäden absichern

Für Schäden am Mauerwerk, Dach oder Überspannungsschäden an fest installierten Techniken wie Heizungssteuerungen übernimmt lt. GDV die Wohngebäudeversicherung den Ersatz. Zur Leistungsabdeckung gehören auch die Sicherung des betroffenen Gebäudes sowie Aufräumarbeiten.

Werden durch Blitzeinwirkung Schäden an beweglichen Gegenständen (z.B. Stereoanlage, TV, Computer) im Haus oder in der Wohung verursacht, übernimmt die Hausratversicherung.

Derzeit seien 85 Prozent der ca. 17 Millionen Wohngebäude im Bundesgebiet gegen Überspannung und Blitz versichert. 83 Prozent der aktuell rund 26 Millionen Hausratversicherungspolicen beinhalten einen Versicherungsschutz für Blitzeinwirkungen. Bei älteren Verträgen ist oft der Fall „Überspannungsschaden“ noch nicht enthalten, dieser lässt sich lt. GDV jedoch nachträglich ergänzen. Bei neuen Policen ist der Ersatz für Überspannungsschaden bereits eingebaut.




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Bild: Patrick Seesko / pixelio.de

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