Unterschiede zur BU – Unfallversicherung – Dread-Disease-Police

Unterschiedliche Versicherungsleistungen-


Wer ernsthaft mit dem Gedanken spielt, die Risiken des Privat- und Berufslebens durch eine geeignete Versicherung abzudecken, wird automatisch in die Einzelheiten und Details unterschiedlicher Möglichkeiten geführt. Vorweg sind vielleicht grundsätzliche Unterschiede noch nicht ganz klar. Das betrifft u.a. die Differenzen zwischen der Berufsunfähigkeitsversicherung, Unfallversicherung und Dread-Disease-Versicherung.

„Artverwandt“ aber dennoch grundverschieden bei Leistungen

Leistungsunterschiede
BU - Unfall - Dread-Desease
Unterschiedliche Leistungen

Weder ist die eine Police „besser noch schlechter“ als die andere. Drei unterschiedliche Versicherungsbereiche, aber offensichtlich durch das Vorurteil behaftet, „beinahe gleiche Leistungen bei ähnlichen Versicherungsfällen“ zu erbringen.

Dabei sind die Unfallversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung und die relativ neue Dread-Disease-Versicherung (schwere Krankheiten-Versicherung) im besten Fall als „artverwandt“ zu bezeichnen, aber keineswegs als gegeneinander austauschbar.

Grundsätzlich bieten die drei verschiedenen Policen Leistungen bei gesundheitlicher Beeinträchtigung des Versicherungsnehmers. Schadensursachen und die gebotenen Versicherungsleistungen driften jedoch weit auseinander. Die Gothaer Versicherungen hat die drei unterschiedlichen Versicherungen hervorgehoben und die Differenzen anhand praktischer Beispiele erklärt.

Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung

Der Versicherungsnehmer erhält eine Rente in der vertraglich festgelegten Höhe ausbezahlt, wenn der bisherige Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Im konkreten Versicherungsfall wird individuell geprüft, ob die Voraussetzungen für eine Berufsunfähigkeit erfüllt sind.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) dient dem Versicherungsnehmer zur Absicherung des Einkommens. Sollte der Berufstätige aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit mindestens zu 50% die Fähigkeit verlieren, seiner bisherigen Berufstätigkeit nachzukommen, treten die Leistungen der BU in Kraft.

Sollte z.B. eine Bürofachkraft in seiner typischen sitzenden Tätigkeit am Schreibtisch einen Bandscheibenvorfall erleiden und deshalb seine Berufstätigkeit nicht mehr ausüben können, leistet die BU mit einer regelmäßigen Rentenzahlung.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Berufsunfähigkeitsversicherung tritt der Versicherungsfall bereits bei 50%-iger Beeinträchtigung ein. Auf sog. „abstrakte Verweisungen“ wird in der Regel verzichtet. Die gesetzliche BU würde die Leistungen verweigern, falls dem Arbeitnehmer eine andere Tätigkeit zugemutet werden könnte. Dabei ist es unerheblich, ob das Einkommen erheblich niedriger ist und die ausgeübte Tätigkeit überhaupt etwas mit dem bisherigen Beruf zu tun hat.

Der wichtigste Aspekt einer privaten BU sind die Leistungen aufgrund einer Krankheit. Statistisch erleiden weit mehr Arbeitnehmer erhebliche Beeinträchtigungen durch Krankheiten, als durch einen Unfall.

Leistungen der Unfallversicherung

Geschieht ein Unfall im Privatleben oder im Berufsbereich, können die Folgen erhebliche Ausmaße erreichen. Die Hauptleistung einer Unfallversicherung ist die einmalige Auszahlung einer Invaliditätssumme.

Sollte die verunglückte Person derart zu Schaden kommen, dass eine Invalidität eintritt, würde die zukünftige Existenz ernsthaft auf dem Spiel stehen. Die gesetzliche Unfallversicherung deckt lediglich Unfallfolgen am Arbeitsplatz, bzw. in der Schule. Eine private Police deckt zusätzlich die Risiken in der Freizeit und zugleich im Berufsleben.

Eine Unfallversicherung deckt nicht nur bei Vollinvalidität. Der Vertrag beschreibt anhand der Gliedertaxe die Versicherungssummen bei unterschiedlichen Schädigungen, bzw. dem Invaliditätsgrad. In der Regel wird der Daumen mit 20% Invalidität eingestuft, ein Auge bereits mit 50%. Ausschlaggebend ist die „Funktionsfähigkeit“ und nicht das Vorhandensein. Ein steifer Daumen wirkt sich auf die Invaliditätsberechnung ebenso aus wie ein vollständiger Verlust.

Wichtig ist zu wissen, dass die Unfallversicherung auch dann leistet, wenn der bisherige Beruf weiterhin ausgeübt werden kann.

Leistungen der Dread-Disease Versicherung

Die „Schwere-Krankheiten-Versicherung“ ist ein „Import“ aus den USA. Mit der Dread-Disease Police werden bereits im Vorfeld die Krankheitsbilder festgehalten, bei der die Leistungsansprüche in Kraft treten. Die Hauptleistung besteht bei einem Anspruch durch eine einmalige Versicherungssumme. So können u.a. einzelne Organe, bzw. Krankheitsbilder exakt definiert und in den Versicherungsumfang ein-, bzw. ausgeschlossen werden. Beispiele sind z.B. Krebs, Parkinson oder Herzinfarkt.

Der größte Unterschied zu einer BU ist die Unabhängigkeit zur Berufsfähigkeit. Die Dread-Disease leistet beim gedeckten Krankheitsbild selbst dann, wenn der Beruf uneingeschränkt ausgeübt werden kann.

Die drei hauptsächlichen Unterschiede & Leistungen

Berufsunfähigkeitsversicherung – Rentenzahlung ab 50%-iger Berufsunfähigkeit

Unfallversicherung – Einmalzahlung lt. Invaliditätsgrad nach Unfall (Freizeit & Beruf)

Dread-Disease-Versicherung – Einmalzahlung nach Diagnose des versicherten Krankheitsbildes

Weitere Infos zu den unterschiedlichen Versicherungen
BerufsunfähigkeitsversicherungUnfallversicherungDread-Disesase



Die Gothaer Versicherungs-Angebote im Überblick

Haftpflichtversicherung Unfallversicherung Hausratversicherung
Autoversicherung Zahnzusatzversicherung Tierhalterhaftpflicht

Bild: Peter Kirchhoff / pixelio.de

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