Unfallversicherung: Selbst verschuldet & Eigenbewegung enthalten?

Klausel Eigenbewegung Unfallschutz-

„Die meisten Unfälle passieren in der Freizeit“ – Inzwischen zu einer „Binsenweisheit mutiert“ aber offenbar immer noch zu wenig in Erinnerung gerufen. Die Statistik zeigt einen Anteil von beinahe 40% aller Unfälle in den Haushalten und sportlichen Betätigungen. Wer die Unfallschutz-Leistungen in Anspruch nehmen will, muss sich vielleicht mit dem Passus Eigenbewegung auseinander setzen.

Nach wie vor unterschätzte Unfallrisiken – Etwas Statistik

Unfallversicherung
Ist der Unfallschutz komplett?

Das Statistische Bundesamt kommt zum Ergebnis, dass knapp 58 Prozent der bei Unfällen verletzten Menschen im eigenen Haushalt oder bei den Freizeitbeschäftigungen verunglückten. In Geschlechter unterschieden liegt der Frauen-Anteil der in der Freizeit verunfallten Personen sogar bei knapp 64 Prozent.

Stellt man den Geschlechtern das häusliche Umfeld als Hintergrund gegenüber, liegt die Unfallquote bei Frauen mit 37 Prozent rund doppelt so hoch wie bei Männern (18,4 Prozent). Dagegen verunglücken Männer in der Altersgruppe zwischen 15 und 40 Jahren mit 50% weit mehr als die Frauen in der gleichen Altersgruppe (40 Prozent).

Die Gothaer Versicherungen stellte ebenfalls eine Statistik zu den Unfall-Vorgängen auf und kommt zu einem sehr ähnlichen Ergebnis. Ralf Mertke, Gothaer Unfallexperte, erklärte, „unsere Zahlen belegen ganz eindeutig, dass sich annähernd 40 Prozent der Unfälle im häuslichen Bereich oder beim Sport ereignen“.

„Wehe wer sich vor dem Unfall selbst bewegte“

Die etwas „skurrile“ Bezeichnung Eigenbewegungen in den Privat Unfallversicherungen unterscheidet zwischen Unfallvorgänge durch Fremdeinwirkung und Selbstverschulden. Wer z.B. in der Freizeit beim Team-Sport vom Gegner umgerempelt wird und sich dabei verletzt, braucht sich nicht um die Regelung der „Eigenbewegung“ Sorgen zu machen.

Sollte der Sportler jedoch beim Laufen über die eigenen offenen Schnürsenkel gestolpert sein und sich bei der „Landung“ das Schlüsselbein brechen, hängen die erwarteten Unfallschutzleistungen davon ab, ob in der Police eine Eigenbewegung mit eingeschlossen wurde.

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ging im Auftrag der Gothaer der Frage nach, wieviele Privatpersonen mit einer Unfallversicherung diese Eigenbewegung berücksichtigt haben.

Mehr als die Hälfte der Unfallversicherten sollte sich nicht bewegen
Das Ergebnis ist ernüchternd. 52 Prozent der Unfallpolicen enthalten keinen Unfallschutz, wenn ein Schadenfall in der Freizeit selbst verursacht worden ist. Die „Dunkelziffer“ dürfte etwas höher liegen, da bei der Befragung immerhin 25 Prozent nicht wussten, ob dieser Passus in den Unfallschutzleistungen enthalten ist.

Der Freizeitsportler könnte vor einer bösen Überraschung stehen, sollte seine Unfallpolice keine Eigenbewegung-Deckung aufweisen. Der Umstieg auf Klettverschluss für die Schuhe käme dann zu spät.

„Nicht kleckern sonder klotzen“
Ein gebrochenes Schlüsselbein ist nach ein paar Wochen wieder ausgeheilt. Die Unglücksfälle in der Freizeit weisen jedoch ein breites Spektrum von Verletzungsmöglichkeiten auf. Der Verlust von einem Arm oder einem Bein wirkt sich auf die gesamte eigene Zukunft aus. Dazu zählt nicht nur die Aufgabe des geliebten Sports, sondern auch existenzielle Dinge wie Beruf und Einkommen stehen auf dem Spiel.

Eine Versicherungssumme von 100.000,- Euro mit einer 600%-igen Progression empfiehlt z.B. Gothaer und stellt als Beispiel den Schutz UnfallTop 2010 heraus. Bei einer vollständigen Funktionsunfähigkeit oder dem Verlust eines Armes würde der verunglückte Versicherungsnehmer eine Unfallsumme in Höhe von 380.000,- Euro erhalten.

Was auf den ersten Blick ggfs. „übertrieben hoch“ erscheint, relativiert sich sehr schnell, wenn Einkommen und Beruf nicht mehr ausgeübt werden können und evt. Umbaumaßnahmen im Haushalt erforderlich sind.

Die Gothaer Versicherungen definiert übrigens den Leistungs-Einschluss der Eigenbewegungen über die sog. „PlusDeckung“ in ihren Unfalltarifen.

Der Gothaer UnfallschutzGothaer Unfallschutz



Die Gothaer Versicherungs-Angebote im Überblick

Haftpflichtversicherung Unfallversicherung Hausratversicherung
Autoversicherung Zahnzusatzversicherung Tierhalterhaftpflicht

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