Risiko: München ist Stadt mit höchster Bebauungsdichte

Umweltgefahren-


Die Bebauungsdichte in den Städten ist ein großer Faktor für die vorliegenden Risiken einer Überschwemmung nach Starkregen. München ist nicht nur eines der teursten Städte, sondern weist auch die meisten Bodenversiegelungen auf.

Überschwemmungsgefahr wenn Wasser nicht versickern kann

Flut
Versiegelter Boden stellt Risiko dar

Droht der Münchner Innenstadt einst eine Überschwemmung aufgrund hausgemachter Ursachen? Wenn Regen fällt, dann versickert das Wasser im Boden. Bei Starkregen kann es durchaus zu lokalen Überschwemmungen kommen. Fehlt dem Regenwasser jedoch jegliche Möglichkeit, im Untergrund abzutauchen, dann sucht sich das Wasser seine Wege und lässt sich dabei weder von Haustüren oder gar Fenstern abhalten.

Eine Studie hat ergeben, dass vor allem die Münchner Innenstadt dem Regenwasser die wenigsten Möglichkeiten bietet, schnellstmöglich im Erdboden zu versickern. Die VdS Schadenverhütung GmbH (VdS) hat im Auftrag vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die 50 einwohnerstärksten Kommunen in der Bundesrepublik unter die Lupe genommen, um herauszufinden, wie es um die Bebauungen im Bezug zum Starkregen bestellt ist.

Die bayerische Landeshauptstadt setzte sich prompt an die Spitze sämtlicher untersuchten Kommunen. München ist demnach die Stadt mit dem höchsten Anteil an versiegelter Fläche. Rund 47 Prozent des Stadtgebietes sind asphaltiert, betoniert oder bebaut. Für Regenwasser bleibt somit zum Versickern im Boden nur wenig Fläche. Mit Einbezug des Englischen Gartens bleibt für München immer noch eine mittlere Bodenversiegelung im Bereich von 37 Prozent.

Sehr hohe Bebauungsdichten weisen auch Oberhausen und Hannover auf, mit einem mittleren Versiegelungsgrad von 44 bzw. 43 Prozent. Größere Flächen zum Versickern bieten dagegen die Städte Erfurt, Heidelberg, Saarbrücken, Hagen, Hamm, Münster und Freiburg an. Dort liegt die jeweilige Bebauungsdichte bei jeweils weniger als 20 Prozent. Potsdam weist mit lediglich 13 Prozent die wenigste versiegelte Fläche.

„Je mehr Flächen bebaut sind, desto weniger Wasser kann im Boden versickern und desto mehr fließt oberflächlich ab“, so Arur Kubik, Leider der VdS-Studie. Extreme Niederschläge können die Kanalnetze überfordern, dafür seien sie nicht ausgelegt. Eine Erweiterung dieser Kanäle ist mit einem vertretbaren Aufwand nicht möglich. Stauwasser und lokale Überflutungen sind nach Starkregen keine Seltenheit. Teils hohe Sachschäden bleiben nicht aus.


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