Gezerre um Diesel-Fahrzeuge – Rechtsschutz wird teurer

Verkehrsrechtsschutz –


Das Gezerre um die nun immer mehr aus dem Verkehr genommenen Diesel-Fahrzeuge wird die Rechtsschutzversicherern aller Voraussicht nach zu Prämien-Anhebungen und Leistungskürzungen nötigen.

Rechtsschutz

Diesel-Skandal und Diesel-Verbote werden Rechtsschutzkosten antreiben

Streitwert zwischenzeitlich auf 3,3 Milliarden Euro angestiegen

Das umtriebige Verhängen von Fahrverboten für Dieselfahrzeuge führt nicht nur zu verärgerten Fahrzeughaltern, sondern auch zu einer zusätzlichen Überlastung der Gerichte und nicht zuletzt zu ansteigenden Prämien für die Rechtsschutzversicherung. Bereits Anfang 2017 war abzusehen, dass immer mehr betroffene Halter von Dieselfahrzeugen von ihrem Verkehrsrechtsschutz Gebrauch machen werden. Zwar ist es unwahrscheinlich, dass sämtliche rund 600.000 Diesel-Besitzer samt Rechtsschutz-Police vor Gericht ziehen werden, aber schon ein Bruchteil davon bedeutet für die Versicherer enorme Mehrkosten. Immerhin waren es bis Ende 2018 bereits 144.000 Diesel-Besitzer, die mit Hilfe ihres Verkehrsrechtsschutzes eine Klage gegen die Fahrzeughersteller oder den Händler einreichten, wie BILD unter Berufung auf Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) berichtet. Im Schnitt beträgt demnach der Streitwert 23.000 Euro und somit insgesamt bei ca. 3,3 Milliarden Euro.

Eine Steilvorlage für weitere Klagen war die mit dem 01. November 2018 zugelassene Musterfeststellungsklage. Der Verbraucherschutz Bundesverband (vzbv) verlor buchstäblich keine Sekunde und reichte quasi nach dem Mitternachts-Gong eine entsprechende Klage gegen den Autokonzern VW ein.

Auch wenn die Gerichte anhand der „gesammelten“ Musterfeststellungsklage nicht mehr jeden einzelnen Fall zur Hand nehmen müssen, werden die Rechtsschutzversicherer reagieren. Auf die aktuellen und auch künftigen Kunden einer Rechtsschutzversicherung kommen aller Voraussicht nach Leistungskürzungen und / oder Prämienanhebungen zu. Der letzte größere Sprung bei den Versicherungsbeiträgen erfolgte nach 2013, als die Bundesregierung per Gesetz die Positionen in der Gebührenordnung für Rechtsanwälte und auch gleich die Gerichte anhob. Viele Rechtsschutzversicherer reagierten bereits zu Beginn 2014 mit deutlichen Prämienanhebungen. Die nächste Welle dürfte schon bald ankommen.

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