Dienstag, den 20. November 2018

Orkan Niklas März 2015 sorgte für mindestens 750 Mio. € Sturmschaden

Sturmschäden


Die ersten Hochrechnungen ergeben einen Schaden von rund 750 Millionen Euro durch den Sturm „Niklas“, der Ende März 2015 über Deutschland hinweg gefegt ist. Bei den Versicherern für Wohngebäude-, Hausrat- und Haftpflichtschutz liefen nach Rückkehr von „Windstille“ die Telefone heiß.

Ruin

„Alle Jahre wieder“. Sturm Niklas im März war bereits Premiere-Sturm 2015

Sturm Niklas erklomm die Top 5 der letzten 15 Jahre

Die Schadenermittlung aus den Hinterlassenschaften des Sturms „Niklas“ sind noch nicht abgeschlossen. Allerdings ergeben die ersten Hochrechnungen rund 750 Millionen Euro Sachschaden, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Dabei handelt es sich um die von den Versicherern zusammengetragenen Schadenmeldungen. Sachschäden ohne Versicherungsschutz sind somit gar nicht erfasst. Niklas hat sich mit seiner „Frühjahrs-Stärke“ einen Platz der Top 5 Stürme der vergangenen 15 Jahre gesichert.

Der Sturm Niklas ließ nach Frühlingsanfang nicht lange auf sich warten. Ende März fegte das Sturmtief mit bis zu 140 km pro Stunde an der Nordsee und an Deutschlands höchstem Punkt, die Zugspitze, zeigten die Instrumente mehr als 190 km/h an.

Niklas tobte deutlich gezügelter als der Sturm „Kyrill“ im Januar 2007, mit einer Hinterlassenschaft von 2,4 Milliarden Euro gemeldeter Schäden. Doch der Charakter eines Orkans bleibt immer gleich. Was nicht niet- und nagelfest ist, wird verschleppt und vermeintlich fest sitzende Dachziegel stellen irgendwann auch kein Hindernis mehr dar.

Die Wohngebäudeversicherung steht für Schäden am Wohngebäude und mit dem Gebäude fest verbundene Gegenstände gerade. Klimaforscher sprechen von immer stärker werdenden Naturgewalten in immer kürzeren Zeitabständen. Eine Elementarschadenversicherung sollte daher als Standard-Baustein der Gebäudeversicherung gleich mit dabei sein. Dringt der Sturm ins Gebäudeinnere ein und verwüstet Einrichtungsgegenstände, hilft die Hausratversicherung weiter. Ist des Nachbars Fenster ausgerechnet vom eigenen Dachziegel „zerschossen“ worden, springt die Haftpflichtversicherung ein.



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