Montag, den 15. Oktober 2018

„Mutter Natur“ verursachte 2017 Schäden von 2,9 Mrd. €

Naturgewalten


Den Versicherern bescherte „Mutter Natur“ im Jahr 2017 einen Versicherungsschaden in Höhe von 2,9 Milliarden Euro u.a. durch Schäden an Wohngebäuden. Das Jahr 2018 ist bereits ein Kandidat, um in die „Top 5“ der Schadensjahre zu kommen.

90 Prozent der Schäden durch Hagel und Sturm

Flut

Nur 41% gegen Hochwasser versichert

Die Natur hat sich im Jahr 2017 kräftig ausgetobt. Durch den Einsatz ihrer Gewalten hat „Mutter Natur“ den Versicherungsunternehmen einen Schaden in Höhe von 2,9 Milliarden Euro bereitet. Gegenüber dem Jahr zuvor ein Anstieg um rund 400 Millionen Euro. Alleine 90 Prozent bzw. 2,6 Milliarden Euro der im Jahr 2017 von den Versicherungen geregelten Schäden gingen auf das Konto von Hagel und Sturm, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Ein Jahr zuvor lag der Sturm- und Hagelschaden bei insgesamt 1,6 Milliarden Euro, bzw. nahm einen Anteil von rund 65 Prozent des Gesamtschadens ein. Starkregen und Hochwasser verursachten den Versicherern eine Schadensumme in Höhe von ca. 300 Millionen Euro.

Wolfgang Weiler, Präsident des GDV, sieht in 2017 wiederholt „ein Jahr der extremen Ereignisse“. Von der Gesamtsumme in Höhe von 2,9 Milliarden Euro gingen rund 2 Milliarden Euro an Schäden an Landwirtschaft, Gewerbe, Industrie, Hausrat und Wohngebäuden. Für Schäden an Kfz bezahlten die Versicherer im vergangenen Jahr rund 860 Millionen Euro. Seit dem Jahr 2000 verursachten Naturgewalten im Schnitt einen Schaden von 3,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Jahreswechsel 2017 / 2018 die größten Schäden

Bezeichnend für die hohe Schadensumme waren die Monate rund um den vergangenen Jahreswechsel mit einem Schaden von 1,2 Milliarden Euro durch Stürme. Der GDV geht davon aus, dass das Jahr 2018 in den „Top 5“ der schwersten Sturm-Jahre in den vergangenen 20 Jahren gelistet werden wird. Alleine die beiden Stürme „Friederike“ und „Burglind“ richteten mehr als die Hälfte der Versicherungsschäden an. Bisherige „Spitzenreiter“ in der Kategorie Windstärke sind die Stürme „Kyrill“ (2007), „Jeanett“ (2002) und „Lothar“ (1999).

Der GDV weist darauf hin, dass zwar 93 Prozent der Hausbesitzer über einen Versicherungsschutz gegen Sturm- und Hagelschaden verfügen, aber nur 41 Prozent auch gegen erweiterte Naturgefahren wie Hochwasser und Starkregen.

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