Mittwoch, den 17. Oktober 2018

Zahl gestohlener Fahrräder ging im Jahr 2017 um 10% zurück

Fahrraddiebstahl


Im Jahr 2017 sind weniger Fahrräder gestohlen worden als im Jahr zuvor. Die Zahl der im Bundesgebiet gestohlenen „Drahtesel“ ging um rund zehn Prozent zurück.

Hausratversicherer zahlten rund 90 Millionen Schadenersatz

Fahrraddiebstahl

Langfinger griffen 2017 weniger zu

In 2017 ging die Anzahl der gestohlenen versicherten Fahrräder gegenüber dem Vorjahr um rund 10 Prozent zurück, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die Fahrraddiebe griffen demnach rund 160.000 mal zu. Der entstandene Gesamtschaden lag im Jahr 2017 ebenfalls um rund 10 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Insgesamt zahlten die Versicherer an die Eigentümer für die gestohlenen Fahrräder ca. 90 Millionen Euro. Im Schnitt lag der Versicherungsbetrag pro gestohlenem Fahrrad im Jahr 2017 bei 570 Euro (550 Euro in 2016).

Die Zahl sämtlicher gestohlener Fahrräder, also inkl. den nicht versicherten Drahteseln, lag unter Berufung auf die Polizeiliche Kriminalstatistik bei rund 300.000 Fällen. Somit waren im Jahr 2017 mehr als die Hälfte aller entwendeten Fahrräder versichert.

Am meisten griffen die Fahrraddiebe in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen zu. In den Metropolen lag der Anteil der gestohlenen Fahrräder bei 800 pro 100.000 Einwohnern. Am „unbehelligsten“ standen die Fahrräder in den Ländern Rheinland-Pfalz, Thüringen und Saarland.

Der Diebstahl von Fahrrädern ist in der Regel mit einer Hausratversicherung gedeckt. Dies gilt jedoch nur für die Entwendung aus verschlossenen Kellern, Abstellräumen oder Wohnungen. Die meisten Fahrraddiebstähle passieren allerdings auf der Straße. Für diese Fälle kann die Hausratversicherung mit einer zusätzlichen Klausel erweitert werden. Diese erweiterte Fahrradklausel in der Police ist lt. GDV in rund 40 Prozent aller abgeschlossenen Verträgen enthalten.

Ein gestohlenes versichertes Fahrrad wird von der Hausratversicherung mit dem Wiederbeschaffungswert ersetzt. In der Regel ist der Betrag auf einen bestimmten Prozentsatz des gesamten versicherten Hausrats begrenzt. Individuelle Summen können vereinbart werden, oft verbunden mit einer Selbstbeteiligung. Die Fahrradklausel springt jedoch nicht ein, wenn das Fahrrad ohne Einsatz von „Schloss und Riegel“ mit Anbindung einfach abgestellt wurde.




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