Tag des Einbruchschutzes 2018: Vorläufig positive Bilanz

Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit-


Zum „Tag des Einbruchschutzes“ im Jahr 2018 gibt es eine vorläufig positive Bilanz. Die Zahl der Einbrüche sowie die verursachten Schäden dürften bis Jahresende unter dem Niveau der vorangegangenen Jahre geblieben sein.

Einbrecher

Die Monate Oktober bis Januar sind Einbruch-Hochsaison

Rückgang Einbrüche kein Grund zur Entwarnung

Der jährliche „Tag des Einbruchschutzes“ fällt im Jahr 2018 auf den 28. Oktober. Immerhin waren die Einbrecher in diesem Jahr bisher „relativ zurückhaltend“. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geht davon aus, dass 2018 ein weiteres Jahr mit rückläufgen Einbruchszahlen sein wird. Es sei denn, im letzten Quartal gingen die Einbrecher noch einmal richtig zur Sache.

Entwarnung gibt es aber noch lange nicht. Die Polizei-Statistik spricht eine klare Sprache. Im Jahr 2017 wurden insg. 116.450 Einbrüche gemeldet. Immerhin ein klarer Rückgang um -23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gemeldet wurden allerdings mit 52.495 um 21,6 Prozent mehr gescheiterte Einbruchsversuche. Alleine der Einbruchsversuch verursacht in der Regel einen ziemlich hohen Sachschaden. Die Aufklärungsquote bei Einbrüchen lag auch im Jahr 2017 mit gerade mal 14.789 Erfolgsmeldungen bei 17,8 Prozent.

Bei mehr als acht von zehn Einbrüchen bleiben die Einbrecher ungefasst.

Der GDV beziffert den Versicherungsschaden durch Einbrüche im Jahr 2017 auf rund 360 Millionen Euro. Dies betrifft allerdings nur die Einbruchsschäden, die durch eine entsprechende Versicherung (z.B. Hausratversicherung) gedeckt waren.

Mit dem Beginn der Herbst- Winter-Saison steigt auch die Anzahl der Einbrüche. Statistisch sind die Monate Oktober bis Januar „Einbrecher-Hochsaison“. Es wird früher dunkel und auch immer später hell. Die Dunkelheit ist des Einbrechers bester Geselle. Wohnungs- bzw. Hausbesitzer können die Nächte nicht verkürzen, aber Vorkehrungen treffen, die den „freien Einlauf“ des Einbrechers in die eigenen vier Wände verhindern, oder mind. erschweren. Komplizierte und langwierige Einstiege sind des Einbrechers schlimmster Feind.

Weniger hilfreiche technische Mittel

Als nicht besonders effektiv als Einbruchschutz werden Videoanlagen oder Smart-Home-Anwendungen gesehen. Diese stellen kein Hindernis dar, in die Wohnung bzw. in das Haus tatsächlich einzubrechen. Derlei technische Einrichtungen können von erfahrenen „Knackern“ ohne Probleme umgangen, bzw. deaktiviert werden.

Die Empfehlungen der Polizei

  • An Fenster und Türen Pilzkopfverriegelungen anbringen
  • Fenster- und Türgriffe inkl. Schloß zum Verriegeln
  • An Glasflächen einbruchshemmende Sicherheitsfolien anbringen
  • Außenrollläden anbringen. Evtl. inkl. automatischer Bedienung (Anwesenheitssimulation)
  • Kunststoff-Fenster und -Türen mit zusätzlicher mechanischer Sicherungseinrichtung versehen.

Schon wenige vom Bewohner getroffene Maßnahmen können Einbrecher das Leben erschweren, oder sogar den Einbruch vereiteln.

Ein paar Verhaltensgrundregeln für Einbruchschutz

  • Die Haus- bzw. Wohnungstüre stets abschließen, auch wenn die Wohnung nur für kurze Zeit verlassen wird.
  • Fenster, Terrassentüren und Balkone müssen während der Abwesenheit immer verschlossen bleiben. Gekippte Fenster stellen für Einbrecher wie offene Fenster dar.
  • Vermeintlich „gute Verstecke“ rund um das Anwesen gibt es nicht. Niemals den Schlüssel draußen deponieren. Fußmatten und Blumenkübel sind für Einbrecher allenfalls Wegweiser.
  • Geht der Schlüssel einmal verloren, am besten Schloss auswechseln lassen.
  • In der unmittelbaren Umgebung auf Fremde achten.
  • Hinweise vermeiden, die auf eine Abwesenheit hinweisen könnten. So ist ein übergequollener Briefkasten für Einbrecher ein deutliches Zeichen.
  • Möglichst eine Anwesenheitsimulation einrichten, z.B. durch eine Zeitschaltuhr für das Ein- und Ausschalten von Licht.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.