Dienstag, den 20. November 2018

Einbrüche: Fotos vom Urlaubsort per Smartphone senden – „Feind hört mit“

Einbruchsgefahren


Bilder, Kurznachrichten und Fotos vom Urlaubsort per Smarpthone über soziale Netzwerke in die Heimat zu senden ist längst Alltag und wird von Freunden und Angehörigen beinahe schon erwartet. Doch „der Feind hört mit“. Für Einbrecher kann ein Zuviel an Informationen Zeitprogramm und Wegweiser zugleich darstellen.

Strandurlaub

Das aktuelle Foto vom Strandurlaub könnte zuhause für sehr viel Unruhe sorgen

Einbrecher können wertvolle Informationen gewinnen

Die Ansichtskarte aus dem Urlaubsort war einmal. Heute liefert das Smartphone die Fotos und das fast ohne Zeitverzögern, quasi live. Nur wenige Schritte sind nötig, um das frisch geschossene Bild über das Internet auf einem sozialen Netzwerk zur Bewunderung zu präsentieren. Die regelmäßige Berichterstattung über den Verlauf der Urlaubsreise beginnt oft schon mit dem Verlassen der eigenen vier Wände, über die Zwischenstationen am Flughafen oder den Raststätten der Autobahnen. Die Freunde auf Facebook dürfen virtuell folgen und sich mitfreuen.

Mehr als zwei Drittel aller deutschen Smartphone- und Tablet-Besitzer im Alter zwischen 18 und 29 Jahren nutzen ihre Endgeräte für einen Lagebericht am Urlaubsort. Das ergab eine von CosmosDirekt beauftragte Forsa-Umfrage.

Soziale Netzwerke wie Facebook, LINE, Whatsapp, Google+ oder Instagramm bieten die geeigneten Plattformen, um die Freunde auf Schritt und Tritt folgen zu lassen. Eigene Nachrichten und Fotos sind auf diesen Netzwerken überwiegend öffentlich zugänglich und können von Freund wie auch Feind eingesehen werden.

Ein schönes Foto vom Urlaubsort – Der „Feind hört mit“

Während die Freunde womöglich zuhause im Regen stehen und neidisch auf die sonnigen Urlaubsfotos am Strand bewundern, können sich die „finsteren Gestalten“ über neu gewonnene Informationen erfreuen. Die vier Wände des Urlaubers sind einsam und verlassen, für Einbrecher eine willkommende Gelegenheit, ihr „nächtliches Gewerbe“ ungestört ausführen zu können. „Der Feind hört mit“.

In öffentlichen Accounts der sozialen Netzwerke werden Informationen oft sehr unbedacht angegeben. Bietet das persönliche Profil Einblick auf die Telefonnummer oder gar die komplette Postanschrift, stellen diese Infos für Einbrecher regelrechte Wegweiser dar. Die letzte Nachricht aus dem Urlaubsort des Profil-Inhabers zeugt von dessen Abwesenheit und schon scheint die Luft rein zu sein.

Auch wenn alle Zeit der Welt zur Verfügung steht, Einbrecher wollen ihre Beute in so kurzer Zeit wie möglich aus den Wohnungen schaffen. Deshalb reicht bereits der über das Netzwerk angekündigte Kinobesuch aus, um dem Langfinger ein relativ präzises Zeitfenster zu präsentieren.

In öffentlich zugänglichen sozialen Netzwerken haben persönliche Daten eigentlich nichts verloren und die vollständige Adresse erst recht nicht. Wer auf seine Standort-Angaben gänzlich verzichten will, sollte nicht vergessen die Geo-Daten Funktion seines Endgerätes zu deaktivieren. Die Nachricht „Bin nur kurz weg“, begleitet vom Hinweis „gesendet aus Rom“, deutet eindeutig darauf hin, dass die Rückkehr in die Wohnung in Berlin nicht so schnell erfolgen wird.

Und wenn der Einbrecher doch zugeschlagen haben sollte…

Wer am Urlaubsort viel Zeit für Erholung hatte, könnte auch ausreichend viel Energie getankt haben, um den Schrecken bei der Rückkehr in die Wohnung besser verarbeiten zu können. Sollte tatsächlich Einbrecher zugeschlagen haben, dann hinterlassen sie in der Regel ein unübersichtliches Chaos.
CosmosDirekt rät in diesem Fall besonnen zu bleiben und umgehend die Polizei zu alarmieren. Möglichst den vorgefundenen Zustand der Wohnung so belassen, um keine Einbruchspuren zu verwischen.

Finanzielle Schäden werden – sofern vorhanden – von der Hausratversicherung gedeckt. Nach Einbruchdiebstahl werden die Kosten für die Wiederbeschaffung der gestohlenen Gegenstände sowie die verursachten Schäden an Fenster und Türen übernommen.

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