Privathaftpflichtversicherung prüft Haftungsfrage & Schadenersatzanspruch

PHV Haftungsfrage-


Bevor der vermeintliche Schadenverursacher die Zusage für Ersatz erteilt, will dieser vorab die Haftungsfrage geklärt wissen. Eine Privathaftpflichtversicherung prüft die Schuldfrage und übernimmt damit die Funktion einer „passiven Rechtsschutzversicherung“.

Versicherungen

Zur Haftungsfrage gehört auch die Feststellung von berechtigten Ansprüchen

Die Privathaftpflicht prüft die Ansprüche auf Schadenersatz

Die Privathaftpflichtversicherung (PHV) bezahlt den vom Verursacher angerichteten Schaden. Diese „einfache Formel“ erklärt die PHV jedoch nur in seinen Grundzügen. Indirekt steckt in der Privathaftpflichtversicherung auch ein gewisser Rechtsschutz, denn die Schuldzuweisungen des Geschädigten weichen allzu oft von den Tatsachen ab und dann stünde der Angeschuldigte ohne eine PHV vor einem handfesten Streit.

Zur falschen Zeit am falschen Ort. Das klassische Bild des vermeintlichen Täters, nur weil er sich rein zufällig am Tatort befand. Die teure Vase im Schauregal fällt zu Boden und überrascht selbst den unbeteiligten Kunden in der Nähe. Doch der Verkäufer will den Kunden als Verursacher erkannt haben. Selbstverständlich streitet der Beschuldigte ab, den Schaden verursacht zu haben. Ein Schadenersatz kommt erst gar nicht in Frage. Der Streit ist perfekt, der Ruf nach dem Anwalt ist nicht mehr weit und womöglich endet die Schuldfrage auch noch vor Gericht.

Eine Privathaftpflichtversicherung kann als Stellvertreter des Versicherten betrachtet werden. Bei berechtigten Schadenersatzansprüchen zahlt die PHV, bestehen jedoch Zweifel an der Schuld des Versicherten, erfolgt keine unmittelbare Schadenersatz-Zusage, sondern der Versicherer prüft den Sachverhalt erst einmal nach.

Die PHV prüft die Haftungsfrage

Der Haftpflichtversicherer übernimmt stellvertretend für den Kunden die Prüfung der Haftungsfrage. Aus diesem Grund wird von Versicherungsexperten auch abgeraten, dem Geschädigten eine mündliche Schadenersatzzusage zu geben, ganz nach dem Motto: „Ich bin haftpflichtversichert, das bekommen Sie ersetzt“.

Bernd Kaiser, Versicherungsexperte von CosmosDirekt, erklärt hierzu: „Viele Kunden vergessen in solchen Situationen, dass sie eine private Haftpflichtversicherung besitzen, die den Versicherungsnehmer von Ansprüchen freistellt. Hat der Versicherer die Haftung geklärt, gleicht er berechtigte Ansprüche aus und wehrt unberechtigte Ansprüche ab.“ Betroffene Kunden sollten nach einem Schadenfall stets direkt mit ihrem Versicherer in Kontakt treten.

Eine etwas „verzwickte“ Situation könnte auftreten, wenn das eigene Kind unter 7 Jahren einen Schaden (unter 10 Jahren im fließenden Straßenverkehr) angerichtet hat. Viele Eltern fühlen sich zum Schadenersatz moralisch verpflichtet, doch Kinder in dieser Altersstufe gelten als deliktunfähig und haften somit grundsätzlich nicht. Eltern könnten nur dann haftbar gemacht werden, wenn die Aufsichtspflicht verletzt wurde.

In einem solchen Fall wäre es gut, „eine Haftpflichtversicherung zu haben, bei der deliktunfähige Kinder mitversichert sind. Sie greift auch ohne Prüfung der Aufsichtspflicht“, so der Versicherungsexperte von
CosmosDirekt.

Die Privathaftpflichtversicherung ist nicht nur das „virtuelle Scheckheft“ im Hintergrund, sondern übernimmt quasi die Funktion einer „passiven Rechtsschutzversicherung“.



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