Altverträge von Privat Haftpflichtversicherungen bergen Risiken

Privathaftpflichtversicherungen – Ergebnisse Umfrage-

In der Regel zu niedrige Deckungssummen der alten Privat Haftpflicht-Policen
Bereits durch eine Privathaftpflicht versicherte Personen sollten einen Blick in ihre Policen werfen.
Alte Verträge könnten inzwischen zu niedrige Deckungssummen und Lücken im Schutzbereich aufweisen.

Der Abschluss einer Versicherung wird oft schon beim Anschneiden des Themas von vielen Menschen als „lästig“ empfunden. Manche winden sich heraus, da eine „Versicherung nur kostet und eh nichts bringt“, andere jedoch „überwinden sich“, weil die Einsicht überwiegt. Die Personengruppe nach dem Motto „Lästig, aber dennoch vernünftig“, könnte die teils vorhandene Unwissenheit über die eigene abgeschlossene Haftpflichtversicherung erklären.

Uneingeschränkte Haftung

Bereits zu Beginn Februar untersuchte die GfK, Gesellschaft für Konsumforschung, im Auftrag der Gothaer Versicherungsgruppe die Anzahl der Personen, die bereits eine Privat Haftpflichtversicherung abgeschlossen hatten, wieviele Personen noch nicht und was sie über ihre eigene Versicherung wissen (1.100 befragte Personen ab 14 Jahren).

Die private Haftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt und sollte eigentlich in keinem Haushalt fehlen. Die möglichen Schadensummen können bei geschädigten Personen besonders schnell in Millionenbeträge hochschnellen. Der Verursacher steht uneingeschränkt in der Schadenersatzpflicht.

Die Mehrzahl besitzt bereits eine Privat Haftpflichtversicherung

Die Untersuchung brachte zu Tage, dass rund 80 Prozent der befragten Personen bereits eine Police zur Privathaftpflichtversicherung in der Schublade liegen haben (keine exakten Zahlen). Übrig bleiben rund 15 Prozent, die sich bisher noch nicht um eine Privathaftpflichtversicherung kümmerten. 2 von 100 befragten Personen sind sich im Unklaren, ob überhaupt eine Versicherungspolice existiert.

Sieht man etwas tiefer und detailierter in das Umfrage-Ergebnis hinein, kommen die ersten deutlichen Unterschiede zum Vorschein. Wenn das durchschnittliche Einkommen als Messlatte verwendet wird, sind es nur rund 60 Prozent, die mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 1.000,- Euro eine Privathaftpflichtversicherung abgeschlossen haben.

Der Inhalt der bestehenden Haftpflichtversicherung ist nicht immer bekannt

Da „immerhin“ rund 80 Prozent der befragten Personen eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, hat sich die Wichtigkeit dieser angeratenen Basis-Versicherung offenbar herumgesprochen. Eine eher mit „Unlust“ abgeschlossene Versicherung landet nach der Unterschrift und der Einzugsermächtigung für die Prämienzahlungen schnell im heimischen Ordner. „Die Beiträge hörten sich günstig an, ein paar Millionen Haftpflichtsumme, passt!“.

Mehr als die Hälfte der versicherten Personen kennen laut der Studie den Leistungsbereich ihrer abgeschlossenen Police nicht. Die Höhe der Deckungssumme konnt von mehr als 50 Prozent der befragten Personen nicht genannt werden. Eine Deckungssumme über 3 Millionen Euro konnten knapp 16 Prozent angebeben und rund 10 Prozent eine Summe von mehr als 5 Millionen Euro.

Privathaftpflicht
Haftpflicht-Risiken sind
nach wie vor unterschätzt

Die Höhe der Deckungssumme ist bei der privaten Haftpflichtversicherung das wichtigste Kriterium. Eine Unterversicherung bei Deckungssummen unter 3 Millionen Euro hört sich unwahrscheinlich an, ist aber keineswegs eine „kostentreibende Maßnahme“. Schäden in Millionenhöhen sind als Verkehrsteilnehmer sehr schnell angerichtet.

Personen mit dauerhaft körperlichen Einschränkungen bleiben dem Verursacher ebenso dauerhaft als Schadenersatzpflicht angeheftet. Genesung, Reha, Therapien, Rollstuhl, Umbaumaßnahmen im Eigenheim, etc., die Liste ließe sich beinahe beliebig fortsetzen. Die Rechnungen landen stets beim Schadenverursacher. Ist dieser nicht versichert und verfügt über kein ausreichendes Vermögen, bedeutet das den finanziellen Ruin. Millionenbeträge als Deckungssumme für private Haftpflichtversicherungen sind keineswegs über das Ziel hinausgeschossen.

Heute gilt eine Versicherungssumme unter 3 Millionen als kritisch

Rund 21 Prozent der Befragten gaben an, eine Haftpflicht-Deckungssumme von unter 3 Millionen in der Police eingetragen zu haben. Bei den Rentnern liegt der Anteil der niedrigen Deckungssumme sogar bei rund 30 Prozent. Gerade die Rentner sind durch nachlassende Aufmerksamkeit im Strassenverkehr den schadenverursachenden Risiken besonders ausgesetzt.

Die empfohlene Deckungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden sollte heute mindestens 3 Millionen Euro betragen. Eine Empfehlung in Höhe von sogar min.5 Millionen Euro geben zahlreiche Verbrauchermagazine.

Die Deckungssumme ist nicht Alles bei einer Privat Haftpflichtversicherung

Die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre erforderten eine Weiterentwicklung der angepassten Haftpflicht-Policen. Neben einer angestiegenen erforderlichen Deckungssumme sind weitere Risikobereiche in die Haftpflicht mit eingeflossen. Dazu zählt z.B. die sog. Forderungsausfalldeckung. Der Inhaber einer Privathaftpflichtversicherung ist zwar finanziell gegen seine eigene Unachtsamkeit geschützt, aber was passiert wenn dieser selbst zum Geschädigten wird?

Gehört der Verursacher zu den 15% ohne eigene Hafptflichtversicherung und ist darüber hinaus noch klamm, dann ist an ein Schadenersatz meist nicht zu denken. Der Schadenverursacher kann die finanziellen Mittel nicht aufbringen. In einem solchen Fall springt die Forderungsausfalldeckung der eigenen Versicherung ein und sorgt für den finanziellen Ausgleich.

Mehr als 60 Prozent der Befragten konnten zur Gothaer-Studie keine Antwort darüber geben, ob in der Privathaftpflicht-Police eine Forderungsausfalldeckung eingetragen ist. Rund ein Viertel haben diese Risikodeckung zum Vertragsabschluss bewußt ausgeschlossen.



Die Gothaer Versicherungs-Angebote im Überblick

Haftpflichtversicherung Unfallversicherung Hausratversicherung
Autoversicherung Zahnzusatzversicherung Tierhalterhaftpflicht

Quelle: Gothaer

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