Mehrheit hat nur unvollständigen Wohngebäudeschutz

Risikoversicherungen –


Mehr als die Hälfte der Eigenheimbesitzer verfügt lediglich über einen unvollständigen Wohngebäudeschutz. Auf die wichtige Elementarschadenversicherung wird nur teilweise unbewusst verzichtet.

Unwetter

Standard-Wohngebäudeversicherung deckt keine Schäden durch Naturgewalten ab

Weniger als die Hälfte hat kompletten Gebäudeschutz

Die Mehrheit der Eigenheimbesitzer verfügt über eine wichtige Wohngebäudeversicherung, aber weniger als die Hälfte besitzt in Verbindung mit der „Basisversicherung“ auch eine Elementarschadenversicherung. Dieser fehlende Part fällt insbesondere dann auf, wenn das Wohngebäude Schäden z.B. durch Hochwasser oder Starkregen davonträgt und die Versicherung für den finanziellen Ausgleich nicht gerade steht. Ein wohl häufiges Argument gegen die erweiterte Wohngebäudeversicherung ist der Preis dafür. Für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in doppelter Hinsicht ein völlig falsches Motiv, denn diese Haltung treffe im Bezug zu den Beitragshöhen gar nicht zu und sei außerdem sogar fahrlässig.

Für den kompletten Schutz im Rahmen der Elementarschadenversicherung seien die meisten Wohngebäude bereits für weniger als 100 Euro pro Jahr versicherbar, so der GDV unter Berufung der jüngsten Ergebnisse einer Untersuchung von Stiftung Wartentest.

Bewusster und unbewusster Verzicht

Jedes Jahr gingen die durch Überschwemmungen und Hochwasser verursachten Schäden in die hunderte Millionen Euro. Das Fatale: Viele Eigenheimbesitzer seien sich gar nicht darüber bewusst, dass ihre vorhandene Wohngebäudeversicherung nicht über den zusätzlichen Deckungsbereich Elementarschäden verfüge und daher auch nicht gegen die immer häufiger auftretenden Schadenursachen Hochwasser und Überschwemmungen geschützt seien. Dennoch überwiege bei vielen Eigenheimbesitzern das Vorurteil, dass diese Zusatzversicherung zu teuer sei und deshalb verzichteten sie ganz bewusst auf den erweiterten Schutz.

Elementarschadenversicherung für unter 100 Euro/Jahr

Stiftung Warentest untersuchte von 45 Versicherern insg. 108 Tarife der Wohngebäudeversicherung. Für die Gegenüberstellung wurden zwei Musterhäusesr angesetzt, die jeweils in der „Zürs-Zone 1“ lagen. Damit wurden über 90 Prozent der potenziell betroffenen Häuser im Bundesgebiet abgedeckt. Im Schnitt kostete die Elementarschadenversicherung für Neubauten weniger als 100 Euro pro Jahr.

Stiftung Warentest rät demnach Versicherungsnehmern mit Altverträgen, die geltenden Konditionen zu überprüfen, da diese in der Regel keine optionale Elementarschadenversicherung enthielten.

Verdrängung der Risiken

Viele Eigenheimbesitzer verzichten auf eine zusätzliche Versicherung aufgrund der Verdrängung der tatsächlichen Risiken. Diese Verdrängung insbesondere existenzieller Risiken hat lt. GDV der Risikoforscher Horst Müller-Peter, Professor an der Technischen Hochschule Köln, herausgefunden. Trotz der Forschung sei es dennoch schwer nachzuvollziehen, warum viel bei ihrem Auto auf eine Vollkaskoversicherung setzten, aber beim Eigenheim den Rotstift ansetzten. „Wenn ich mir die Versicherung – auch gegen Elementargefahren – angeblich nicht leisten kann, dann darf ich mir das Haus nicht kaufen“, so das Argument des Forschers. Während bei einem Kfz-Schaden das Auto selbst auf dem Spiel steht, handelte es sich beim Eigenheim um nahezu das gesamte Hab und Gut.

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