Hochwasser Niederbayern: Nur ein Drittel versichert

Naturereignisse –


Die Hochwasser und Überschwemmungen in einigen Landkreisen Niederbayerns und auch in der Oberpfalz überfluteten wiederholt die Keller zahlreicher Wohngebäude. Ausgerechnet in den Gebieten mit den höchsten Durchschnittsschäden besteht eine Versicherungsquote von weniger als einem Drittel gegen derartige Ereignisse.

Überflutung

März-Hochwasser in Niederbayern zieht sich wieder zurück

Landkreis Deggendorf führt die bundesweite Schaden-Bilanz an

Starkregen in zahlreichen Landkreisen Niederbayerns und auch der Oberpfalz haben einige Flüsse über die Ufer treten lassen. Eine besondere Warnung rief der Deutsche Wetterdienst für die Landkreise Freyung-Grafenau, Passau, Regen, Straubing-Bogen, Deggendorf, Passau und Cham aus. Die Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun, um in zahlreichen Wohnhäusern das Wasser aus dem Keller zu pumpen. Nachdem über das Wochenende offensichtlich der Zenit erreicht war, ziehen sich die Überflutungen wieder zurück und damit geben die Wassermassen auch den Blick auf ihr zerstörerisches Werk frei. Die Schäden werden nach derart umfangreichen Überflutungen wieder enorm sein und Niederbayern zählt ohnehin zu den schadenträchtigsten Hochwasser-Regionen im Bundesgebiet, so Wolfgang Weiler, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

An der Spitze der bundesweit gefährdetsten Gebieten befindet sich demnach der Landkreis Deggendorf. In den vergangenen 15 Jahren hat es diesen quasi mit der Donau eng verbundenen Landkreis von extremen Wetterereignissen am schlimmsten erwischt. Im Durchschnitt entstand in den Jahren 2002 bis 2016 pro Wohngebäude ein Schaden von 13,800 Euro durch Starkregen, Überschwemmungen oder Hochwasser. Die Gebiete Rottal-Inn (13.200 Euro) und die Stadt Passau (12.900 Euro) belegen im Schadenranking Platz 2 bzw. Platz 3. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 1.600 Euro und damit kamen die Einwohner im bayerischen Schwabach mit einem durchschnittlichen Schaden von 500 Euro noch relativ unbehelligt davon.

Landesregierung zieht sich bei Soforthilfen zurück

In Bayern sind Schäden an Wohngebäuden durch Naturereignisse ohnehin ein „heißes Eisen“. Die Landesregierung wird künftig keine staatlichen Soforthilfen für Geschädigte mehr leisten und dies gilt ab dem Juli 2019. Ein Wiederherstellen des Wohngebäudes nach einem solchen Naturereignis muss daher voll aus eigener Tasche bezahlt werden und besonders in den hoch gefährdeten Gebieten Bayerns beträfe es rund zwei Drittel der Gebäudebesitzer. Lediglich 32 Prozent der Wohngebäude in Bayern sind gegen Überschwemmungen, Flusshochwasser und Starkregen versichert. 68 Prozent nicht und dies sind die Kandidaten, die ihren möglichen Wohngebäudeschaden vollumfänglich selbst stemmen müssten.

Zusatzbaustein Elementarschadenversicherung fehlt oft

Während die Wohngebäudeversicherung relativ weit verbreitet ist, fehlt es jedoch oft an der erweiterten Absicherung gegen derartige Naturgewalten. Dazu zählen auch die jüngsten Ereignisse wie in Niederbayern und der Oberpfalz. Die sog. Elementarschadenversicherung ließe sich jedoch ohne Weiteres mit der bestehenden Wohngebäudeversicherung verknüpfen. Ein Blick in den womöglich schon in die Jahre gekommenen Vertrag rentiert sich allemal.




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