Dienstag, den 20. November 2018

Gebäudeversicherer werden 2016 Prämien teils kräftig anheben

Wohngebäudeversicherungen


Die Gebäudeversicherer werden im Jahr 2016 voraussichtlich kräftig an den Beiträgen schrauben. Versicherungskunden einer Gebäudeversicherung können sich auf teils kräftige Prämienanhebungen einstellen.

Immobilienfinanzierung

Auf Hausbesitzer können 2016 kräftige Beitragserhöhung Gebäudeversicherungen zukommen

Beitragsanhebungen um bis zu 100 Prozent möglich

„Veraltete Wasserleitungen und deutlich mehr Schäden durch Naturkatastrophen“ lauten u.a. die Begründungen für die zu erwartenden Beitragsanhebungen für Gebäudeversicherungen. Bundesverband mittelständischer Versicherungs- und Finanzmakler (BMVF) geht davon aus, dass die Gesellschaften die Prämien der Policen durchschnittlich zwischen 5 und 15 Prozent anheben werden, wie RP-Online berichtete.

Einige Gebäudeversicherer werden ihre Prämien weitaus deutlicher anheben, um bis zu 100 Prozent, so der BMVF. Das betreffe vor allem die Kunden, die in den vergangenen Jahren wiederholt einen Schaden am Gebäude meldeten.

Von keinen Beitragsanhebungen dürfte nur eine Minderheit der Versicherungskunden betroffen sein. Lt. dem Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) „sanieren“ derzeit beinahe 89 Prozent der Gebäudeversicherer ihre Angebote. Mit überdurchschnittlich hohe Prämienanhebungen sei vor allem vom Versicherer HDI Hannover zu rechnen. Nach einem Verlust von mehr als 42 Prozent im Jahr 2014, den Unwetterschäden im Vergangenen Jahr und den immer älter werdenden Wasserleitungen (Leitungswasserschäden) der versicherten Gebäude, müssen sich die HDI-Kunden in nächster Zeit mit „neuen Angeboten“ und entsprechend angehobenen Beiträgen einstellen. HDI „sortiere“ derzeit die Kunden aus, die mit ihren wiederholt gemeldeten Schadenfällen „auffällig“ geworden seien. Der BMVF rechnet mit Beitragsanhebungen um bis zu 100 Prozent.

Kündigung u. Beitragserhöhung v. Gebäudeversicherer nicht einfach annehmen

Trifft beim Hauseigentümer ein entsprechendes Schreiben vom Gebäudeversicherer ein, so sollte die Kündigung nicht „im ersten Ärger“ angenommen oder der angehobene Beitrag einfach aktzeptiert werden, so Johannes Brück, Versicherungsmakler aus Düsseldorf. Es sei zwar immer schwieriger, aber dennoch sollte der betroffene Kunde am Markt erhältliche Angebote einholen und vergleichen. Die vom Gebäudeversicherer eingetroffene Kündigung sollte erst dann angekommen werden, wenn der neue Versicherer auf dem schriftlichen Weg konkrete Zusagen erteilte.

Angebote Wohngebäudeversicherungen.



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