Flächendeckende Pandemie zeigt Grenzen der Versicherer auf

Privat-Öffentliche Allianz –


Die Versicherer stoßen bei flächendeckenden Pandemie-Fällen an ihre Möglichkeiten und schlagen deshalb vor, die künftigen Risiken mithilfe eines privat-staatlichen Fonds aufzufangen.

Versicherungsschutz

Der Wunsch: Milliarden-Fonds einrichten und Staat aushelfen lassen

Versicherer wollen Milliarden-Fonds einrichten

Die von der WHO zu einer Pandemie erklärten Corona-Erkrankung und die daraufhin von der Bundesregierung eingeleiteten Maßnahmen führten nicht nur zu einer handfesten Lockdown-Krise, sondern zeigen auch das Prinzip bzw. die engeren Grenzen der Versicherungswirtschaft auf. Gemäß der Einlagensicherung der Banken und der EU-weiten Mindestsicherung von 100.000 Euro pro Kontoinhaber operieren auch die Privatversicherer und ihren Risikoabdeckungen. Einzelne Insolvenzen bzw. Schäden können durchaus aufgefangen werden. Kommt es allerdings zu einem flächendeckenden Ausfall, kollabieren Einlagensicherungen sowie Leistungszusagen der Versicherer unweigerlich.

Mit der Lockdown-Verordnung provozierte die Bundesregierung einen handfesten Wirtschaftseinbruch und stellte damit die Versicherer vor ebenso handfesten Schwierigkeiten. Mit dem nun vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) getätigten Vorschlag, die künftigen „Pandemie-Schäden“ anhand eines „privat-staatlichen Absicherungsmodell“ abzufedern, kommt einem Hilferuf gleich, welcher aber auch mögliche neue Einnahmequellen erschließen will. Die Versicherer seien demnach nicht in der Lage derlei Fälle alleine zu stemmen. Deshalb wolle man auf staatliche Hilfen zurückgreifen.

GDV-Geschäftsführer Jörg Asmussen will ein System ins Leben rufen, welches die „wirtschaftlichen Folgen künftiger Infektionswellen“ abmildert und „staatliche Ad-hoc-Hilfen teilweise ersetzen könnte“. Mit Corona sei aufgezeigt worden, dass vielen Firmen bei Ausbleiben schneller finanzieller Hilfen die Insolvenz drohe. Allerdings können derart flächendeckende Schäden von der Privatwirtschaft nicht alleine versichert werden.

Mögliches Ziel sei die Einrichtung eines rechtlich eigenständigen Fonds in Milliardenhöhe, welcher durch Beiträge von Erst- und Rückversicherern sowie über den Kapitalmarkt gespeist werden könnte. In einem Pandemiefall wären die Einlagen abrufbar und könnten zumindest die Schäden in „einer frühen Pandemiephase“ abdecken. Staatliche Mittel würden erst dann abgerufen, wenn der Kapitalstock aufgebraucht ist. Bei der Möglichkeit einer Eingrenzung der Krankheitsfälle auf einen lokalen Bereich, könnten die Schäden womöglich auch ohne staatliche Hilfen kompensiert werden.

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