Der Juni 2013 beginnt mit großflächigen Überschwemmungen

Hochwasserschäden-


Regen und Wasser stehen derzeit in Deutschland und Österreich im Mittelpunkt des Tagesablaufs. Ununterbrochene Regenfälle, teils seit Tagen, sorgen für ein dramatisches Ansteigen der Gewässer. Erste Keller und Garagen sind bereits überflutet. Die Schäden werden auch bei dieser ersten großen Umweltkatastrophe 2013 enorme Höhen erreichen. Für die betroffenen Menschen wäre es jedoch besser genau zu wissen, was es zu tun gilt.

Großflächigen Überschwemmungen im Juni

Hochwasser
Dramatische Hochwasser Entwicklung

„Land unter in Deutschland und Österreich“. Die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) schlugen längst Alarm. Der Starkregen setzte in weiten Teilen bereits ein und ließ die Pegel der Flüsse und Seen bedrohlich ansteigen. Die Feuerwehren und Katastrophenhelfer sind bereits im Einsatz. In Leipzig löste das Landratsamt bereits den Katastrophenalarm aus.

Im benachbarten Österreich sieht die Hochwasser-Situation ganz ähnlich aus. Entlang der Donau stehen rund 5.000 Feuerwehreinsatzkräfte in höchster Alarmbereitschaft, wie der Kurier berichtete. In Vorarlberg werden die ersten überfluteten Keller und Tiefgaragen ausgepumpt.

In Bayern sei die Lage sehr „angespannt“. Auch in Deutschland bereitet der Wasserstand der Donau größte Sorgen. Das Bayerische Landesamt für Umwelt rechnet aufgrund stark einsetzender Regenfälle am Alpenrand mit der Meldestufe 4 (bebaute Gebiete werden in einem größeren Umfang überflutet, bzw. für die Gegenwehr ist ein größerer Umfang für die Errichtung von Dämmen erforderlich).

Naturgewalten lassen sich nicht vermeiden, aber….

Starkregen und folgenreiches Ansteigen der Wasserpegel können nicht vermieden werden. Die Abwendung einer Überschwemmung ist nur begrenzt möglich. Die Anzahl und Höhe der Schäden durch Umwelteinflüsse sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Bebauungspläne aus den noch „ruhigeren Zeiten“ fordern in weiten Gebieten, besonders in der Nähe größerer Flüsse, ihren Tribut. Für Gegenmaßnahmen einer akuten Gefahr wie Überschwemmungen bleibt in der Regel nur wenig Zeit. Hochwassergefahren können auch nicht auf eine bestimmte Jahres-Saison fixiert werden.

Wohneigentümer und Mieter können jedoch wichtige Vorbereitungen treffen, die während des Hochwassers und die unmittelbare Zeit danach für erheblich mehr Sicherheit sorgen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat speziell zum Thema Hochwasser eine Checkliste mit wichtigen Punkten veröffentlicht, die Betroffene vor Gefahren schützen und das „Leben danach“ sehr erleichtern können.

Hochwassergefahr: Checkliste Vorbereitungen

  • Die wichtigsten Telefonnummern für Notruf (Rettungsdienste) und Angehörige bereit halten
  • Mobiltelefone aufladen und andere batteriebetriebene Geräte (z.B. Radio, Taschenlampe) bereitlegen
  • Gefährdete Personen benachrichtigen und evakuieren
  • Wichtige Lebensmittel und Medikamente einpacken
  • Wichtige Dokumente (z.B. Krankenversicherungskarte, Verträge, Policen, Geburtsurkunde)
    und Wertgegenstände in Sicherheit bringen
  • Gefährdete Öffnungen am Gebäude abdichten, z.B. Türen und Fenster, Lüftungsöffnungen
  • Gefährdete Räume ausräumen
  • Das Fahrzeug aus der Gefahrenzone entfernen

Was nach dem Hochwasser getan werden sollte
Ein jedes Hochwasser hat sich auch wieder zurückgezogen. Allerdings mit der Freigabe der Sicht auf alle angerichteten Schäden. Auch wenn die Fluten bereits verschwunden sind und deren Höchststand „nur“ noch an den Hausfassaden und am Putz der Innenwände abzulesen ist, gilt es eine einige wichtige Dinge für die Sicherheit zu beachten.

So weist der GDV darauf hin, elektrische Geräte nicht einfach wieder in Betrieb zu nehmen, sondern falls vom Hochwasser betroffen, erst von einem Fachmann überprüfen zu lassen. Wenn Schadstoffe wie Öl und Lacke, bzw. Farben ausgetreten sein sollten, dann die Feuerwehr verständigen. Das Rauchen bzw. offene Feuer sollten unterlassen werden.

Wenn eine Wohngebäude und / oder Hausratversicherung abgeschlossen wurde, die Versicherungsgesellschaft möglichst schnell kontaktieren und die Schäden und Verluste mitteilen. Eine Schadensdokumentation mithilfe von Fotos sowie eine Hervorhebung des ehemaligen Wasserstandes werden dringend empfohlen.

Zerstörte Gegenstände erst nach Rücksprache mit dem Versicherer entsorgen. Die genauere Erfassung aller angerichteten Schäden sollte mit dem Versicherer abgestimmt werden. An diesem Punkt werden in der Regel auch die Entscheidungen getroffen, auf welche Weise das restliche Wasser entfernt, das Gebäude gereinigt und getrocknet werden können. Reparaturarbeiten durch Fachkräfte sollten ebenfalls in vorheriger Abstimmung mit dem Versicherer in Auftrag gegeben werden.
Quelle: GDV

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