USA: Millionen-Strafe gegen Hyundai & Kia im Sinne des Verbraucherschutzes?

Spritverbrauchsangaben-


Hyundai und Kia schummelten bei den Treibstoffangaben ihrer Fahrzeuge im US-Markt. Dreistellige Millionen-Strafen sollen die beiden südkoreanischen Autohersteller auf den Weg der Tugend zurück bringen. Verbraucherschutz oder ein Dämpfer für ungeliebte Konkurrenz?

Justiz

Südkoreanische Autohersteller beugen sich dem Spruch der Wirtschaftswächter

Hyundai und Kia nahmen es mit Spritverbrauchsangaben etwas ungenau

Das Schummeln bei den Angaben zum Benzinverbrauch scheint bei den Autoherstellern ohnehin gang und gäbe zu sein. Die Abweichungen zwischen den lesbaren Angaben zum Spritverbrauch im Betriebshandbuch und der „gefühlten Realität“ betragen lt. Verbraucherschützer bereits bis zu 30 Prozent.

In den USA hatte die Praxis von geschönten Verbrauchsangaben für die koreanischen Autohersteller Hyundai und Kia nun Konsequenzen. Beide Unternehmen dürfen mehr als 400 Millionen Dollar an Entschädigung und rund 350 Millionen Dollar Strafe zahlen, wie manager-magazin.de (Dienstag) berichtete.

Das gebrochene Versprechen bleibt in den USA im Gegensatz zur Passivität der europäischen Länder nicht ohne ernsthafte Konsequenzen. Die US-Umweltbehörde EPA stellte im Jahr 2012 bei einer Testreihe fest, dass vereinzelte Modelle der südkoreanischen Autohersteller mehr Treibstoff verbrauchen als angegeben wurde. Betroffen waren demnach rund 1,2 Millionen Fahrzeuge.

Während z.B. in Deutschland die Angabe in verbrauchter Treibstoffmenge pro gefahrener 100km geläufig ist, gilt in den USA das Verhältnis von erreichter Wegstrecke nach 3,8 Liter Treibstoffverbrauch als Maßstab. Offenbar war die Reichweite der betroffenen Fahrzeugtypen deutlich kürzer als die angegebene Zielmarke.

Strafen gegen Hyundai & Kia: Verbraucherschutz oder Konkurrenzabwehr?

Hyundai und Kia konnten ihre Anteile im US-Markt innerhalb der vergangenen 10 Jahre deutlich ausbauen und entwickelten sich zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für die „hauseigenen“ Autohersteller.

Angesicht der als völlig überzogen gehandelten Geldstrafe gegen das französische Bankenhaus BNP Paribas durch die US-Aufsichtsbehörden, ist die Strafe gegen Hyundai und Kia durchaus dazu geeignet, den Ruf der US-Behörden, die eigene Wirtschaft gegen Konkurrenten besonders „energisch zu verteidigen“, zu festigen.



Top Schutzbrief 728x90

Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.