Preise für Fahrzeugersatzteile erneut stark angestiegen

Fahrzeugkosten –


Die Preise für Fahrzeugersatzteile klettern munter weiter in die Höhe. Rund 5 Prozent Preisanstieg binnen eines Jahres. Noch profitieren Autohersteller von ihrer verliehenen Monopolstellung.

Spielzeugauto

Preise für Original-Ersatzteile steigen munter weiter an

Normgeber hat Autohersteller noch das Monopol belassen

Setzt beim Auto mal irgendetwas aus, bricht ab, oder ist schlicht abgenutzt, dann muss ein Ersatzteil her. In der Regel funktioniert nur Ersatz anhand eines Originals des Herstellers, sei es aus technischen Gründen oder sei es aus Gründen der allgemeinen Betriebszulassung. Wer sich also um etwas einzusparen auf günstigere Hersteller ausweicht, auf den wartet nicht selten eine Norm innerhalb des sehr umfangreichen Bußgeldkataloges und auch das Risiko, den eingesparten Betrag auf diesem Weg um ein Vielfaches abgeknöpft zu bekommen.

Original-Ersatzteile werden nicht günstiger. Im Gegenteil. Jedes Jahr steigen die Preise um ein weiteres Stück an und so auch im vergangenen Jahresabschnitt. Lt. dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sind die Preise für Kotflügel, Scheinwerfer, Windschutzscheiben und Co. im Zeitraum August 2019 bis August 2020 im Schnitt um 2,3 Prozent angestiegen. Mehr oder weniger verdeckt fiel der Preisanstieg noch umfangreicher aus, da derzeit noch die vergünstigte Mehrwertsteuer gilt. Diese läuft aber mit Ende 2020 ab und die Verteuerung von Fahrzeug-Ersatzteilen springt unterm Strich auf knapp 5 Prozent an.

Seit dem Jahr 2013 steigen die Ersatzteile für Fahrzeuge steil an, so der GDV. Die Anstiege liegen weitaus höher als die durchschnittliche Inflationsrate. Seit dem Jahr 2013 ging die durchschnittliche Verteuerung um 8,8 Prozent nach oben. Die Fahrzeughersteller nutzten diesen Zeitraum, um die Preis ihrer Ersatzteile um gut 35 Prozent hochschnellen zu lassen. Teilweise gingen die Preise noch weitaus mehr in die Höhe, wie das Beispiel von 56 Prozent für Rückleuchten zeigt.

Handelt es sich beim Fahrzeug um Ersatzteile im sichtbaren Bereich, dann greift vor allem der sog. „Design-Schutz“ und dies verleiht den Autoherstellern ein Monopol für die Herstellung dieser Teile. Der Normgeber hat zwar für eine Lockerung dieses Design-Schutzes gesorgt, aber eine Überbrückungszeit von 25 Jahren belassen. Einen „liberalen“ Markt diesbezüglich könnte es deshalb erst ab dem Jahr 2045 geben.

Dass auch der Dachverband der Versicherer großes Interesse an „vernünftigen“ Preisen für Fahrzeug-Ersatzteile hat, liegt schlicht nur daran, diese Preise für versicherte Schäden aufwenden zu müssen. Im letzten Jahr kostete ein Pkw-Sachschaden in der Kfz-Haftpflicht im Schnitt etwas mehr als 3.000 Euro. Im Jahr 2013 lagen die Durchschnittskosten noch bei 2.400 Euro.

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