Dienstag, den 20. November 2018

Lebhafter Wildwechsel 2014: Täglich 650 Unfälle wegen Wild

Wildunfälle


Lebhafter Wildwechsel im Jahr 2014 führte zu täglich rund 650 unfreiwilligen Begegnungen zwischen Tier und Auto. Die Versicherer zahlten ihren Kunden für Schäden durch Wild ca. 575 Millionen Euro.

Kfz Schaden

Ein ausgewachsenes Wildschwein sollte am besten nicht vor die Stoßstange geraten

Wildunfälle nahmen Platz 2 der Teilkasko-Schadenursachen ein

Im vergangenen Jahr meldeten die Autofahrer insgesamt 238.000 Unfälle aufgrund Begegnungen mit Wildschweinen, Rehen, „Fuchs und Hase“. Die Kfz-Versicherungsunternehmen zählten im Schnitt 650 Wildunfälle pro Tag, bzw. 238.000 über das gesamte Jahr 2014.

Im Vergleich zum Vorjahr sank jedoch die Anzahl der Wildunfälle, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte. Die Schadenfälle durch Wild sank im Jahr 2014 um -4 Prozent. Die Kosten für die entstandenen Schäden sind jedoch um 2 Prozent angestiegen. Pro Wild-Unfall fiel ein durchschnittlicher Schaden von 2.400,- Euro an.

Schäden durch Wild ohne direkten Zusammenstoß

Der Kfz-Schaden durch ein Wild-Unfall muss nicht automatisch mit dem Zusammenstoß mit einem Tier zustande kommen. Zahlreiche Unfälle begründen sich in der „Schreck-Sekunde“ und dem anschließenden Ausweichmanöver. Das Reh-Kitz springt vergnügt seines Weges und das Fahrzeug verließ inzwischen die reguläre Fahrspur. Wo Rehe sind, da ist der nächste Baum vom Wald auch nicht mehr weit. Schlimmer noch, wenn das Ausweichmanöver in die Gegenfahrbahn gelenkt wird und das entgegenkommende Auto zur Chancenlosigkeit verurteilt ist.

Welche Versicherung zahlt welche Schäden durch Tiere?

Für die durch Haarwild (Rehe, Wildschweine) entstandenen Schäden am Fahrzeug kommt bereits die Teilkaskoversicherung auf, die Vollkaskoversicherung ohnehin.

Im Jahr 2014 nahm lt. GDV in der Teilkasko-Rangliste der Schadenfall Wild den 2. Platz ein. Der häufigste Schadensfall in der Teilkasko war Glasbruch (2,2 Mio. Fälle, 1,1 Mrd. Euro Ersatz). An dritter Position findet sich wieder ein Tier, der Marder. Der hartnäckige Nager verursachte im Jahr 2014 rund 216.000 Einzelschäden in einem Umfang von 63,5 Millionen Euro. Allerdings sind die unversicherten Fälle nicht erfasst.

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