In 2017 Rekordzahl gemeldeter Wildunfälle

Autoversicherungen-


Die Zahl der Wildunfälle mit dem Kraftfahrzeug hat im Jahr 2017 Rekordausmaße erreicht. Insgesamt wurden den Autoversicherern rund 275.000 Unfälle mit Wild gemeldet.

Gesamtschaden summierte sich auf 744 Mio. Euro

Wildschweine
Wildschweine oft an Wildunfällen beteiligt

Im Jahr 2017 hatten die Autoversicherer rund 275.000 Unfälle mit Wild abzuwickeln. Die Zahl der Wildunfälle lag um ca. 11.000 Unfälle höher als ein Jahr zuvor und erreichte damit ein neues Rekordniveau, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Der Trend steigender Wildunfälle hält seit drei Jahren an. Damit stießen im Jahr 2017 pro Tag ca. 750 Autos mit einem Wildtier zusammen.

Der Schaden aufgrund der gemeldeten bzw. abgewickelten Wildunfälle summierte sich auf rund 744 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 62 Millionen Euro bzw. um 9 Prozent. Im Schnitt verursachte ein jeder Wildunfall einen Versicherungsschaden in Höhe von 2.700 Euro.

Besondere Gefahren lauern für die Autofahrer (und Motorradfahrer) bei Rändern von Wiesen, Wäldern und Feldern. Hier gilt es die Fahrgeschwindigkeit durch Abbremsen entsprechend anzupassen. Sollte sich Wild am Straßenrand oder auf der Straße befinden, so sollten Kraftfahrer hupen und das Fernlicht abblenden, rät der GDV. Es gilt vor allem riskante Ausweichmanöver zu vermeiden, da der Zusammenprall mit einem Baum oder evtl. entgegenkommenden Fahrzeug in der Regel ein weitaus höheres Schadenrisiko birgt.

Schadenersatz nach Wildunfall

Sollte es zu einem Unfall mit einem Haarwild (Wildschwein, Reh) kommen, so ersetzt die Teilkaskoversicherung die Schäden am eigenen Fahrzeug. Einige Kfz-Versicherer bieten zusätzlich einen Ersatz für Schäden durch weitere Tiere an. Die Vollkaskoversicherung springt ebenso für den Schaden durch einen Wildunfall ein. Ein Wildschaden hat lt. GDV keinen Einfluss auf den Schadenfreiheitsrabatt.


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