Pleite-Welle Fluggesellschaften: Forderung Insolvenzschutz

Flugtickets –


Nach einer Reihe von Pleite gegangener Fluggesellschaften fordern Verbraucherschützer nun eine gesetzlich verbindliche Insolvenz-Versicherung, um damit dem Konsumenten den größtmöglichen finanziellen Schutz zu bieten.

Insolvenz Welle

Fluggesellschaften sollten verpflichtende Insolvenz-Versicherung abschließen

Insolvente Fluggesellschaften sind keine Ausnahme mehr

Dass in Insolvenz gehende Fluggesellschaften zahlreiche Fluggäste auf ihren Tickets sitzen lassen, hat bereits mehrere Beispiele. Niki, Air Berlin und zuletzt Germania zeigten, dass bereits bezahlte Flugscheine im Fall einer Pleite nicht mehr ersetzt werden. Ausnahme bilden lediglich Tickets, die Bestandteil einer gebuchten Reisekombination sind (z.B. Pauschalreiseangebote). Hier haben die Urlauber Anspruch auf einen entsprechenden Ersatzflug.

Nun muss der Gesetzgeber Vorsorge tragen

Nach drei Pleiten handelt es sich nicht mehr um eine Ausnahmeerscheinung und daher müsse nun eine Regelung gefunden werden, die Konsumenten in derartigen Fällen vor finanziellen Schäden schützt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert daher in Anlehnung zur Absicherung bei Pauschalreisen eine verpflichtende Versicherung für den Insolvenzfall. „Flugreisende dürfen nicht länger auf Schäden sitzen bleiben, die ihnen durch Insolvenzen von Airlines entstehen“, so Marion Jungbluth, Leiterin des Teams Mobilität und Reisen beim vzbv. Eine solche Pleite könne jeglichen geplanten Sommerurlaub zunichtemachen und sorge bei den Konsumenten für Frust. Die staatliche Aufsicht könnte derartige Insolvenzen viel zu oft nicht verhindern. Dies zeigten die vielen Fälle in den vergangenen Jahren. Halbherzige Beschwichtigungen seien zynisch, da hunderttausende gestrandete Urlauber und Millionen von Passagieren ihr Geld für das bereits bezahlte Flugticket verloren, so Jungbluth. Der Gesetzgeber müsse nun Vorsorge tragen, da ein Großteil der Konsumenten gar nicht über die notwendigen Informationen über den Zustand einer Fluggesellschaft verfüge.

Pleitewelle Fluggesellschaften kein neues Phänomen

Europaweit seien in den Jahren zwischen 2000 und 2010 lt. Schätzungen zwischen 1,4 und 2,2 Millionen Fluggäste von den Insolvenzen der Fluggesellschaften betroffen gewesen. Rund 12 Prozent, bzw. 264.000 Fluggäste sind demnach am Urlaubsort gestrandet und für jeden Betroffenen fielen im Schnitt 796 Euro zusätzliche Kosten an. Diese Daten wurden lt. vzbv von der Europäischen Union im Jahr 2013 genannt.

Daher müsse nun eine verbindliche Insolvenz-Versicherung für Fluggesellschaften eingeführt werden. Dies sei für die Konsumenten der größtmögliche Schutz und würde in Verbindung mit einer gesetzlichen Anzahlungsregelung einen Ticketaufpreis um nur wenige Euro bedeuten.




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