Nach Istanbul Anschlag: Türkei-Reise stornieren oder umbuchen?

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Viele Türkei-Urlauber sind nach dem Anschlag in Istanbul verunsichert und wollen ihre Türkei-Reise stornieren oder umbuchen. Ein Recht auf kostenfreie Stornierung bestehe jedoch nicht. Urlauber können auf die Kulanz der Reiseveranstalter hoffen.

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Viele Reiseunternehmen buchen nach Istanbul Anschlag Türkei-Reisen aus Kulanz um

Istanbul-Attentat ist „keine höhere Gewalt“

Der am Dienstag in Istanbul verübte Anschlag auf die deutsche Reisegruppe verunsicherte zahlreiche Deutsche, die bereits eine Reise in die Türkei buchten. Viele Urlauber denken an eine Stornierung oder Umbuchung. Eine Verpflichtung für die Reiseunternehmen, die bereits gebuchten Türkei-Reisen kostenlos zu stornieren oder in eine andere Reisetour umzuwandeln, besteht jedoch nicht.

Eine Verpflichtung für die Reiseunternehmen, die bereits gebuchte Türkei-Reise auf Verlangen zurück zu nehmen, besteht selbst dann nicht, wenn Istanbul auf dem Reiseplan steht. Der auf Reise-Recht spezialisierte Anwalt Kay Rodegra erklärte im Gespräch mit Deutschlandfunk (DLF) (Mittwoch), dass Urlauber, die jetzt ihre Türkei-Reise stornieren wollen, in der Regel auch mit Stornokosten zu rechnen haben. Ausnahmen bieten die Reiseveranstalter mit einer gezeigten Kulanz.

Eine kostenlose Stornierung sei lediglich möglich, wenn „höhere Gewalt“ vorläge. Dies sei dann der Fall, wenn mit weiteren „massiven Anschlägen“ zu rechnen sei. Das gelte auch, wenn konkrete Anschläge vorausgesagt werden. Bei „höherer Gewalt“ können Reisekunden wie auch der Reiseveranstalter die bereits gebuchte Reise kündigen, ohne dass Stornokosten anfielen.

Der Anwalt geht davon aus, dass die Stadt Istanbul nach den Anschlägen nun besonders gut bewacht wird und er selbst würde eine gebuchte Türkei-Reise nicht stornieren wollen. Die Kündigung einer Urlaubsreise „irgendwo am Meer“ käme für Rodegra erst recht nicht in Frage.

Die vom Auswärtigen Amt herausgegebene Reisewarnung sei „keine richtige Warnung“. Es handelte sich nur um verschärfte Sicherheitshinweise, so der Anwalt. Das Auswärtige Amt riet davon ab, sich in der Nähe von Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen oder touristischen Attraktionen aufzuhalten. Eine offizielle Reisewarnung liege allerdings nicht vor.

Obwohl der Kunde kein Recht auf eine kostenfreie Stornierung oder Umbuchung der Türkei-Reise habe, zeigen sich zahlreiche Reiseveranstalter als kulant und bieten kostenfreie Umbuchungen an.

Der Anwalt rät den Kunden, sich über das Reiseziel beim Auswärtigen Amt im Internet zu informieren. Auch die Reiseveranstalter hielten mit wichtigen Informationen nicht zurück, da die Sicherheit der Reisekunden in ihrem Interesse ist.



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