Nach 9 Jahren noch keine EU-einheitliche Pauschalreise-Regelung

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Die seit gut 9 Jahren laufenden Verhandlungen zu den EU-einheitlichen Pauschalreise-Regelungen gehen erneut in die Verlängerung. Eine Einigung scheint nicht in Sicht, dafür befinden sich Brüssel und Interessensvertreter nun in einer Sackgasse.

Strandurlaub

Während den 9-jährigen EU-Verhandlungen genossen millionen Touristen ihren unbeschwerten Urlaub

28 EU-Staaten und ihre Interessensvertreter proben die Einigung

Seit rund 9 Jahren „doktort“ Brüssel an der Revision der Pauschalreiserichtlinie herum und kam auch am vergangenen Mittwoch zum Ergebnis, dass noch keine endgültige Fassung verabschiedet werden kann. Die Kommission, das EU-Parlament und der EU-Rat konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen.

Begleitet werden die im Jahr 2006 gestarteten Verhandlungsgespräche mit den Argus-Augen von Reiseverbänden und Verbraucherschützern. Während die Vertreter der Reisebüros und Reiseveranstalter darauf achten, dass die von 28 EU-Staaten verhandelten Punkte zur Pauschalreiserichtlinie nicht zu sehr gegen die Unternehmen schießen, versuchen die Verbraucherschützer die Positionen der Reisenden und Urlauber zu stärken.

Einen gemeinsamen Nenner für 28 EU-Länder zu finden, ist ohnehin schon eine ordentliche Herausforderung. Es treffen traditionelle „Reise-Entsende-Länder“ und traditionelle „Reise-Empfänger-Länder“ aufeinander. Dazu kommen die teils durchaus berechtigten Einwände der jeweiligen Interessensvertreter, da die von Brüssel gern vereinheitlichte Pauschalreiserichtlinie in einigen Punkten zu sehr auf Konfrontation mit den nationalen Regelungen geht.

So ziehen in Brüssel dann schon mal gut 9 Jahre ins Land, um letztendlich festzustellen, dass man sich in ständiger Begleitung der Interessensvertreter in eine Sackgasse manövriert hat.

Die erneute Absage der gemeinsamen EU-Pauschalreiserichtlinie aufgrund der mangelnden Einigkeit am 22. April 2015 wertet der Deutsche Reiseverband (DRV) als gutes Zeichen. „Das zeigt, dass unsere Argumente und Einwände ernst genommen werden und bei den Verhandlungen der Parlamentarier einfließen“, so DRV-Präsident Norbert Fiebig.

Im Augenblick liege eine paradoxe Situation vor, „in der weder final der Verbraucherschutz verbessert, noch die Branche vor Zusatzbelastungen bewahrt wird“, so der Verband.



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