Inlandsflüge: Ticketpreise sollen hoch – Bahn dafür günstiger

Klimapolitik –


Die Grünen-Bundestagsfraktion schlägt einschneidende Maßnahmen vor, um Reisende über Inlands- und innereuropäische Flüge auf Zugverbindungen umsteigen zu lassen. Flugpreise müssen deutlich angehoben und im Gegenzug Bahntickets entsprechend verbilligt werden.

Flugzeug-Emissionen

Flugzeuge seien die Klimakiller schlechthin – Grüne wollen Preise deutlich erhöhen

Die Deutsche Bahn müsse mit 3 Milliarden Euro subventioniert werden

Im Rahmen der anvisierten Bepreisung des in der Luft vorhandenen Spurengases CO2 favorisieren vor allem die Grünen die Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen durch verminderten Flugverkehr. Eine Idee beschreibt die deutliche Verteuerung von Flügen, damit die Menschen für ihre Reisen eher auf Züge umsteigen. Nun erwägt die Grünen-Bundestagsfraktion eine Subventionierung des Zugverkehrs, damit die Schienennetze ausgebaut und dadurch auch schneller werden. Im Raum stehen jährlich 3 Milliarden Euro, so die Süddeutsche Zeitung (Dienstagsausgabe) unter Berufung eines Entwurfs der Grünen-Fraktion. Die Flüge innerhalb des Landes sollen gemäß den Plänen bis 2035 weitgehend überflüssig werden.

Für die Ausbaumaßnahmen nennen die Autoren des Entwurfs Hauptstrecken wie Köln-Düsseldorf nach Berlin, Hamburg, München und die Strecke Berlin-Frankfurt. Die Fahrzeit zwischen diesen Punkten müsse auf höchstens 4 Stunden abgesenkt werden. Weiterhin sollten mehr Züge auf den Gleisen unterwegs sein, besonders in den Morgen- und Abendstunden, damit auch geschäftlich Reisende eher auf den Zug zurückgriffen. Auf preislicher Ebene schlagen die Autoren die Absenkung der Mehrwertsteuer für Bahntickets von derzeit 19 Prozent auf 7 Prozent vor. Auf internationaler Ebene schwebt den Grünen ein „europäisches Nachtzugnetz“ vor.

Die von der Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) vorgeschlagene Anhebung der Luftverkehrssteuer geht den Grünen nicht weit genug. Zusätzlich müsse demnach auch für Inlandsflüge eine Kerosinssteuer schrittweise eingeführt werden, die letztendlich dem Steuersatz von 0,65 Euro pro Liter Benzin gleichkomme. Parallel dazu müsse CO2 einen Preis von 40 Euro pro Tonne erhalten.

Es brauche darüber hinaus möglichst viele „willige EU-Staaten“, die schon von Beginn an einer „europäischen Kerosinsteuer“ für innereuropäische Flüge zustimmten.

Offen steht jedoch noch, wie die Grünen-Wählerschaft auf derlei Preisanhebungen reagiert. Dieses Klientel entpuppte sich als herausragende Vielflieger.

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