Erstattung Reisekosten – Veranstalter & Airlines mit unsauberen Spiel

Reisestornierungen –


Mit der Regelung einer auf Wunsch des Kunden von den Reiseveranstaltern und Airlines durchzuführenden Rückerstattung des bereits geleisteten Reisepreises wurden Anfang Juli 2020 erstmals klare Verhältnisse geschaffen. Doch viele Unternehmen gingen daraufhin ein unsauberes Spiel ein, welches die Konsumenten vor großen Hindernissen stellt.

Reisen-Urlaub

Zum Ärger der stornierten Reise kommt der Frust über die verweigerte Rückerstattung hinzu

Reiseveranstalter & Airlines „müssten“ Reisekosten erstatten

Reiseveranstalter und Fluggesellschaften stornierten bereits im März die gebuchten und selbstverständlich auch bezahlten „Freizeit-Exkursionen“ gleich reihenweise. Die von den Regierungen verordneten Lockdowns hatten die temporär die komplette Einstellung des Fernreise-Verkehrs zur Folge. Die Flughäfen verwaisten. Was nun mit den bereits bezahlten Tickets und Reisen? Wie auch auf anderen Feldern eierte hier die Bundesregierung ein Zeit lang herum zwischen Gutscheinpflicht, Erstattung der Reisekosten und irgendwelche Zwischenlösungen. Nun scheint es zu einer (vorerst?) endgültigen Regelung gekommen zu sein. Die Konsumenten können von den Reiseveranstaltern bzw. Fluggesellschaften angebotenen Gutscheine annehmen, müssen aber nicht. Stattdessen steht es frei, auch den bereits bezahlten Reisepreis vollständig erstatten zu lassen.

Wer allerdings sein zugeteiltes Recht durchsetzen möchte, landet in der Regel auf taub gestellte Ohren oder in der endlos anhaltenden Warteschleife der Anbieter-Hotlines. Eine Rückerstattung des Ticketpreises kann selbst nach erfolgreicher Anforderung mehrere Wochen bis sogar Monate dauern. So gut wie eine Fluggesellschaft auch finanziell aufgestellt war, einen über mehrere Wochen oder Monate andauernden Lockdown kann nicht ein einziges Unternehmen einfach so abschütteln. Die Finanzreserven trocknen aus und daher ist es mit einer zügigen Erstattung des Ticketpreises in der Regel sehr schlecht bestellt. Geht ein Flugunternehmen wie z.B. Thai Airways in die Insolvenz, rücken die Chancen auf einen finanziellen Ausgleich in fast unerreichbare Ferne. Das Einsammeln von Kundengeldern in den mit Covid begründeten mageren Zeiten könnte auch durchaus eine Strategie mancher Flugunternehmen sein, indem sie gar nicht ausführbare Flüge buchen und bezahlen lassen und diese nur kurze Zeit wegen „Unmöglichkeit“ stornieren. Das Geld des Kunden ist erst mal weg.

Die Rückforderung von bezahlten Reisen ist jedoch mit teils großen Hindernissen verbunden, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) feststellte. Demnach wehren sich Reiseveranstalter und Fluggesellschaften gegen das Recht der Kunden auf eine Rückerstattung. Dabei kämen auch Tricks und irreführende Informationen zum Einsatz. So erhielten Kunden vorab die Infos, dass lediglich eine Umbuchung oder ein Gutschein möglich sei. Hinzu komme das Verlangen von Stornogebühren, die jedoch unzulässig seien. Allgemein sei zu beobachten, dass das nun zugesprochene Recht auf Rückerstattung so verdeckt wie möglich gehalten wird, ebenso die Ausgestaltung der Erstattung über einen möglichst komplizierten Weg.

Der vzbv hat nun angekündigt, gegen solche Unternehmen juristisch vorzugehen und auch die Umsetzung der Erstattungs-Regelung genau zu beobachten. Dazu braucht vzbv auch die Unterstützung von betroffenen Kunden, die hier die Möglichkeit erhalten, ihren Fall darzustellen.

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