Winterzeitumstellung 2015: Brüssel hält an überholter Ideologie fest

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Mit der Zeitumstellung auf die sog. Winterzeit am 25. Oktober 2015 wird wieder der „normale Zustand“ hergestellt. Nach wie vor wird an der seit Jahrzehnten umstrittenen Sommer- Winterzeit-Umstellung festgehalten.

Uhrzeit

Mehr Unsinn als Sinn. Zeitumstellung bringt mehr Nach- als Vorteile

Brüssel hält an Zeitumstellung fest, trotz überholter Ideologien

In der Nacht auf den 25. Oktober 2015 wird die Zeit in der EU von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Unterm Strich können die Menschen in den betroffenen Regionen eine Stunde länger schlafen.

Der Engländer William Willett hatte im Jahr 1907 die Idee von einer Sommerzeit, in Neuseeland scheiterte 1909 der erste Versuch der Sommerzeit-Einführung und im Jahr 1916 setzte es das Deutsche Reich, zusammen mit Österreich-Ungarn einfach um, mitten in den Wirren des ersten Weltkrieges. Mitten in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts führten die meisten Mitgliedsländer der damaligen EG die Sommerzeit-Umstellung ein.

Das Motiv lautete „Energie sparen“ und der finale Anstoß kam von der großen Ölkrise im Jahr 1973. Die sommerzeitlich bedingten längeren Tage wollten mit der um eine Stunde „voreilenden“ Uhrzeit besser ausgenutzt werden.

Nun sind seit der in der europäischen Ländergemeinschaft vereinheitlichten Sommerzeit-Praxis gut 40 Jahre vergangen. Wissenschaftlich ausgearbeitete Daten in Bezug auf Energiesparen durch die Zeitumstellung liegen seit Jahren in mehrfacher Ausführung vor. Unterm Strich bleibt demnach nur die „gute Idee“ übrig, denn der Spareffekt liegt fast bei Null.

Nach wie vor hält die EU an der Sommerzeit-Umstellung fest. Warum weiß niemand so richtig. Das Ziel ist klar verfehlt, dafür kämpfen die Menschen in jedem Frühjahr und Herbst mit Schlaf- und Wach-Problemen. Die Selbstverständlichkeit der zurück- bzw. vorgestellten Uhrzeit hat sich selbst nach zwei Generationen noch nicht eingestellt. Nach wie vor lautet die Frage: „Wird die Zeit jetzt um eine Stunde vor- oder zurückgedreht?“.

Mensch und Maschine werden von Brüssel offenbar durcheinandergebracht. Die zwei Zeitumstellungen pro Jahr laufen turnusgemäß weiter. Was hindert die EU-Kommission daran, den einfachen „Akt der Verwaltung“ in die Tat umzusetzen und es bei einer einheitlichen Tageszeit über das gesamte Jahr hinweg zu belassen? Ein Wink aus der Richtung Industrie vielleicht? Zahllose Elektro-Geräte, wie z.B. Uhren, Wecker, Fernseher, Receiver, Smartphones, Herd und „Stechuhren“, haben die automatische Zeitumstellung bereits integriert und lassen diese als Option teilweise gar nicht abschalten.

Dann wohl lieber die tage-, wochen- oder gar monatelangen übermüdeten Menschen hinnehmen, die kaum dazu gewillt sind, über die zahlreichen Missstände in ihrer Umgebung nachzudenken.





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