Teufelskreis aus Börsenstrompreise und Öko-Umlage

Erneuerbare Energien-


Aus dem Teufelskreis zwischen Börsenstrompreisen und der Öko-Umlage scheint es kein Entkommen zu geben. Sinkende Preise am Handelsplatz bedeuten steigende Preise beim Endverbraucher. Analysten sehen selbst bei Preisstabilität Mehrkosten auf die Haushalte zukommen.

Endverbraucher kommen für die Preisdifferenz auf

Bio-Strom
Stromverbraucher ist und bleibt Zahlmeister
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Die Preise an der Strombörse zu senken, wäre wohl ein aussichtsloser Versuch, die erwünschten Entlastungen für die Haushalte zu erreichen. Analysten sehen das Problem mit den Strompreisen aufgrund der gegenwärtigen Entwicklungen sogar noch anwachsen. Tobias Federico, Geschäftsführer von Energy Brainpool, sieht keine Wege, wie gesunkene Börsenstrompreise an den Verbraucher weiter gereicht werden könnten, so Merkur-Online (Sonntag) lt. dpa.

Je günstiger der Strom an den Börsen gehandelt wird, desto größer wird auch der Abstand zu den festgeschriebenen Einspeisevergütungen für regenerative Energien, u.a. Wind- und Solarstromanlagen. Die durch den Preisunterschied entstandene Differenz bildet die Öko-Umlage, die vom Endverbraucher zu bezahlen ist. Je weiter die Börsenstrompreise absinken, umso mehr Anteile müssen die Verbraucher über die Öko-Umlage wieder ausgleichen.

Die derzeitigen Ausblicke geben für die kommende Zeit am Spotmarkt einen Preis von 38 bis 42 Euro pro MWh (Megawattstunde) an, so Federico und fügte hinzu, dass der Preis damit um rund 10 bis 15 Prozent unter den Erwartungen läge.

Auf der einen Seite würde durch den ansteigenden Anteil der Ökostrom-Einspeisung der Preis an der Strombörse sinken, aber derzeit würden die Preise für die CO2-Verschmutzungsrechte (Emissions-Zertifikate) zur Braunkohle stark abfallen. Die Kosten für Verbraucher würden auch dann steigen, wenn der Börsenpreis für Strom stabil bleiben sollte. Denn zu dem Differenzausgleich kämen noch weitere Umlagen für den Ausbau der Stromnetze hinzu. In diesem Fall werden die Kosten über die Netzentgelte auf den Endkunden abgewälzt.

Bereits bekannte Energie-Geschichte neu aufgefrischt

Der Teufelskreis aus sinkenden Börsenpreisen und steigenden Öko-Umlagen ist längst kein Geheimnis mehr. Eigentlich ist das offenbar nicht durchdachte EEG ein sich selbst antreibender Kostenmotor, der nur gestoppt werden könnte, wenn die Politik zum Erneuerbaren Energie Gesetz die „Not-Aus“ Taste betätigte.

Der Ursprung dieses „Gesetzes-Geflecht“ könnte allerdings auch dem hohen „Mitspracherecht“ der Wirtschaft zugrunde liegen. Letztendlich sind es die Großunternehmen, die über die Umlagen das Kapital indirekt aus den Privathaushalten abschöpfen.

Sicher kann davon ausgegangen werden, dass sich die Vordenker zum EEG den Rat von „Spezialisten und Analysten“ einholten. Wie „treffsicher“ deren Deutungen und Prophezeiungen tatsächlich sind, beschreibt Energy Brainpool mit der eigenen Fehleinschätzung um 10 bis 15 Prozent eigentlich selbst. Bestenfalls spiegeln die Analysten den Ist-Zustand wider und der vorherige Ausblick aus der Vergangenheit wird einfach korrigiert.

Strompreisvergleich Schnellrechner Strompreise - Stromanbieter vergleichen

Postleitzahl Haushalt:


Sie kennen die Postleitzahl nicht? - Hier nach dem Ort suchen



Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.