Stromversorger veranlassen Stromsperre bereits ab 100€

Stromkosten-


Wenn der Stromversorger eine Stromsperre veranlasst, dann steht in der Regel ein überfälliger Rechnungsbetrag offen. Im Jahr 2014 waren mehr als 350.000 Haushalte von einer Absperrung der Stromversorgung betroffen.

Ab 100,- Euro offene Stromrechnung droht eine Sperrung

Stromzähler
Stromsperre erst nach Drohung und Frist

Wenn der Strom abgeschaltet wird, dann geht im Haushalt fast nichts mehr. Fernseher, Kühlschrank, Licht und jegliche weitere Haushaltsgeräte verweigern ihren Dienst. Im Jahr 2014 waren 351.802 Kunden von einer Stromsperre betroffen, so die am Montag vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) veröffentlichte Studie. In den meisten Fällen waren ausstehende Stromrechnungen der Grund für diese Maßnahme. Die Stromsperre darf bereits veranlasst werden, wenn der offene Rechnungsbetrag lediglich 100,- Euro umfasst.

Ist die Stromsperre einmal veranlasst worden, sind nach geltenden Regeln einige Schritte durchlaufen worden. Eine Sperre darf erst angedroht werden, wenn der Mindestbetrag von 100,- Euro erreicht war. Mit der Androhung muss eine Frist von mindestens vier Wochen für die Begleichung der offenen Stromrechnung gewährt werden. Eine Stromsperre muss mindestens drei Tage vor der Durchführung schriftlich angekündigt werden.

Unzulässig wäre eine Stromsperre, wenn diese Maßnahme außer Verhältnis zur Schwere der Zuwiderhandlung steht oder wenn hinreichende Aussicht besteht, dass der Stromkunde seiner Verpflichtung zur Zahlung nachkommt.

Aus der BMWI-Studie geht hervor, dass die von Stromsperren betroffenen Haushalte oft über ein geringes Einkommen verfügen. Das Verhältnis zwischen betroffene Haushalte mit Grundsicherung und Haushalte ohne Sozialbezüge sei fast gleich.

Finanzielle Probleme seien allerdings nicht die einzigen Gründe für die Absperrung der Stromversorgung. Als weitere Gründe werden „psychologische und kognitive Aspekte“ genannt. Dazu kommen Haushalte, bei denen es plötzliche Veränderungen im Lebensumfeld gegeben habe. Dazu zählten u.a. der Übergang in Rente oder Arbeitslosigkeit, Kindesgeburt und Erkrankungen. Weiterhin mangelte es manchen Betroffenen an Finanz- und Planungskompetenz. Viele Haushalte weisen einen verhältnismäßig hohen Stromverbrauch auf. Weiterhin handelte es sich auch um eine „kritische Lebenssituation“ oder um bereits bestehende Schulden. Deshalb sei das Problem der Stromsperren nicht auf Einkommensarmut zurückzuschließen.


Die Gründe für eine Stromsperre mögen vom BWMI als vielfältig dargestellt werden, aber am Ende läuft es immer auf’s Gleiche hinaus: Geld und zwar ab 100,- Euro.

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