Strompreiserhöhung: Photovoltaik-Betreibern trifft die geringste Schuld

Strompreiserhöhungen-


Photovoltaik-Anlagen gehören zu den Öko-Stromanlagen und stellen somit ein Baustein im gesamten „System“ der Erneuerbaren Energien dar. Die EEG-Umlage steigt ab 2014 ein weiteres Mal, doch den Errichtern von PV-Anlagen trifft nur eine vernachlässigbare geringe „Schuld“.

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Es besteht kein Grund den Nachbarn mit seiner Photovoltaik-Anlage auf dem Dach für die stark ansteigenden Stromrechnungen mit Missgunst zu begegnen. Sein Anteil an den Ausbau der Erneuerbaren Energien ist gering, er bezieht einen Teil vom Sonnen-erzeugten Strom selbst und seine festgeschriebene Einspeisevergütung wirken sich nur geringfügig auf die steigende Öko-Umlage aus.

Nächstes Jahr wird der Öko-Anteil der Stromrechnung auf 6,24 Cent pro kWh ansteigen (derzeit 5,277 Cent). Doch für den Anstieg der Umlagen ist die Neuerrichtung von Ökostrom-Anlagen mit weniger als die Hälfte beteiligt.

Innerhalb nur weniger Monate identifiziert bereits eine dritte Studie die gleichen Preistreiber zu Lasten der Haushalte. Mitte August kam der BUND zum Schluss, dass die Subventionen der Industrie zu den größten Strompreistreibern gehören.

Mitte September entdeckte eine von den Grünen beauftragte Untersuchung die besonderen Privilegien der stromintensiven Unternehmen als die maßgeblichen Preistreiber. Geradezu passend war die Feststellung, dass die Anzahl der bevorzugten Firmen ab 2014 einen neuen Rekordwert erreichen wird.

Anlässlich der angekündigten Anhebung der Öko-Umlage für 2014 analysierte das Öko-Institut erneut die Hintergründe zu diesen Entwicklungen. Das Ergebnis deckt sich mit den vorangegangenen Untersuchungen anderer Institute. Die EEG-Umlage wird demnach besonders stark von den Preisen an den Strombörsen beeinflusst. Bei einem derzeit gehandelten Preis von durchschnittlich 0,36 Cent pro kWh liegt allein dessen Anteil bei rund 37 Prozent zum Kostenanstieg. Weitere 15 Prozent ergeben die Subventionen bzw. Befreiungen von der EEG-Umlage für privilegierte Unternehmen.

Diese beiden Positionen haben jedoch nichts mit der Energiewende zu tun, so die Studie vom Öko-Institut.

Offshore-Windkraft liefern den Löwenanteil von 20 Prozent der Preissteigerungen im Bereich des Erneuerbaren-Energien Ausbaus (gesamt 46 Prozent). Die in den letzten Jahren errichteten Photovoltaikanlagen tragen mit einem Anteil von lediglich 8 Prozent (0,08 Cent) zu den Kostenanstiegen bei.

Charlotte Loreck, Wissenschaftlerin und Projektleiterin am Öko-Institut, hält die EEG-Umlage als den „falschen Indikator“ für die Kosten der erneuerbaren Energien. Es stellte sich die Frage, warum sinkende Börsenstrompreise nicht an die Haushalte weiter gegeben werden, die Preise aus den Differenzen, die letztendlich die EEG-Umlage auszeichnet, jedoch schon.

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