Strompreiserhöhungen 2012 – Erneute Teuerung der Stromkosten

Strompreiserhöhungen gehören schon längst zu den regelmäßig wiederkehrenden Ereignissen zum Jahreswechsel. So werden auch für das Jahr 2012 die Strompreise für viele Privathaushalte deutlich ansteigen.

Die Entwicklung der Strompreise hängt von mehreren Faktoren ab. Waren einst noch Strom-Grundpreise und Strom-Verbrauchspreise die ausschlaggebenden Kriterien, rückten inzwischen die strompreisbildenden Begriffe wie EEG-Umlagen, Kernbrennstoff-Steuer und Leitungsnutzungsentgelte in das Bewußtsein der Verbraucher hinzu. Der Endkunde ist somit gleich mehreren Faktoren ausgesetzt, die von einem Monat zum anderen die Strompreise verteuern könnten.

Haushalte 2012 mit höheren Stromgebühren belastet – Ausweichen oder wechseln

In der Kette zwischen Stromerzeugung und der Steckdose im Haushalt werden die Abgaben, Steuern und Gebühren jedoch weiter gereicht, am Ende steht der Verbraucher. Erhöht die Bundesregierung z.B. die EEG-Umlage, dann sind in erster Linie die Stromerzeuger und die Übertragungsnetzbetreiber davon betroffen.

Allerdings wird der Preisaufschlag wie „eine heisse Kartoffel“ weiter gegeben, bis letztendlich das Ende der Sackgasse, sprich der Verbraucher und Stromkunde darauf sitzen bleibt. Das gilt ebenso für die im November 2010 eingeführte Steuer für Kernbrennstoffe.

Strompreisrechner
Erneute Strompreiserhöhungen 2012
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

So bleibt (natürlich) eine Strompreiserhöhung für das kommende Jahr 2012 nicht aus. Die Gründe liegen nicht an einer Anhebung der EEG-Umlagen, diese werden um nicht mal einen Cent angehoben, sondern an den steigenden Abgabenkosten für Netze und die Preisgestaltung des Stromgroßhandels.

Das Verbraucherportal Verivox berechnete eine durchschnittliche Strompreis-Erhöhung von rund 4 Prozent. Die Spanne der Strompreis-Erhöhungen erreicht einen Wert von plus 6,5 Prozent, die an den Stromkunden weitergereicht werden.

Privathaushalte werden in Zukunft immer höhere Strompreise bezahlen müssen. Die Anpassungen von Entgelte, Gebühren und Steuern kennen in der Regel nur eine Richtung. Aus der Preisentwicklung können Haushalte dennoch weitgehend entkommen, wenn auf die geförderten Erneuerbaren Energien gesetzt wird.

Die EEG-Umlage stellt im Prinzip nichts Anderes dar, als dass die Subventionen für erneuerbare Energien unterm Strich auf alle Stromverbraucher umverteilt werden. Ein Umstieg, bzw. Einstieg in erneuerbare Energien verlegt die Position an das andere Ende der Gebührenstruktur.

Beispiele für erneuerbare Energien sind Photovoltaikanlagen auf dem Dach eines Einfamilienhauses. Auch Gewerbe können von sog. PV-Anlagen profitieren, bieten die Gebäudedächer oft gute Voraussetzungen, um die Sonnenenergie mit hohem Wirkungsgrad ausnutzen zu können.

Familien in Mehrfamilienhäuser und im Mietverhältnis haben das Nachsehen. Dennoch sind diese Privathaushalte den Strompreisentwicklungen nicht uneingeschränkt ausgeliefert. Sofern die Strompreis-Erhöhung auf gesetzlichen Vorgaben begründet ist, gestalten die Stromanbieter ihre Preise weitgehend eigenständig.

Dem Spielraum für eine freie Preisgestaltung sind zwar enge Grenzen gesetzt, aber je nach Haushaltsgröße kann zum jährlichen Stromverbrauch eine Menge Geld gespart werden. Ein oder zwei Prozent Unterschied zum Strompreis der unterschiedlichen Anbieter können den Geldbeutel erheblich entlasten.

Der Wechsel des Stromanbieters ist in der Regel völlig unkompliziert. Auch Energie-Lieferanten buhlen um ihre Kunden. Ein angebotener Service zur Erleichterung des Stromanbieterwechsels ist daher die Regel. Eine Unterbrechung der Stromlieferung ist schon allein aus gesetzlichen Gründen ausgeschlossen.

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