Strompreis Explosionen für 2013 angekündigt

Stromkosten-


Die Energiewende und die Folgen von Öko-Umlagen und deren Aufschlage „machen ernst“. Weit über 400 Stromanbieter haben teils drastische Strompreiserhöhungen ab dem 01. Januar 2013 angekündigt und werden die bundesweiten Stromrechnungen im Schnitt um knappe 12 Prozent anheben.

„Einheitliche Begründungen liegen in der Öko-Umlage“

Strompreiserhöhungen
Strompreisexplosion 2013
Bild: Petra Bork / pixelio.de

Aus der „Theorie wird nun Praxis“. Zahlreiche Stromunternehmen haben für das kommende Jahr 2013 teils drastische Strompreiserhöhungen angekündigt und die Energiekosten für Millionen Stromkunden ein weiteres Mal anheben.

Eon, einer der vier großen Stromkonzerne in Deutschland, kündigte am Montag an, die Preise im Schnitt um 8,7 Prozent anzuheben. Die hauptsächliche Begründung liegt wie erwartet in der Umlage gestiegener Öko-Anteile nach der EEG-Regelung. Darüber hinaus betonte der Energieriese Eon, dass die Anhebungen klar unter dem bundesweiten Durchschnitt von rund 12 Prozent lägen.

Für die Kunden würden die Preisanhebungen eine Verteuerung von 6,20 Euro bedeuten, so Eon.

Über den durchschnittlichen Preisanhebungen liegen die offensichtlich die Strompreiserhöhungen vom größten Energieversorger enviaM für die neuen Bundesländer. Für rund 1,2 Millionen Kunden hebt der Stromlieferant ab Januar die Stromkosten um bis zu 14 Prozent an. Das gilt sowohl für Privatkunden als auch für die gewerblichen Abnehmer. Das Unternehmen aus Chemnitz teilte am Montag eine Verbrauchspreisanhebung um 4,17 Cent pro kWh (Kilowattstunde) an und setzt somit den Einheitspreis auf 30,23 Cent für Privatkunden und 30,39 Cent für gewerbliche Kunden an. Rechnerisch ergeben die neuen Strompreise einen Aufschlag von sogar 16%, wie die lvz-online.de (Montag) feststellte.

Auch von enviaM werden die Strompreiserhöhungen als erwartungsgemäß durch steigende Ökostrom-Umlagen und verteuerte Netzentgelten begründet. Gleichzeitig greifen auch die Steuern vom Staat, die den Umlagenerhöhungen stets folgen. So erklärte enviaM Vertriebsvorstand Andreas Auerbach der lvz-online, dass Umlagen und Abgaben bereits den Anteil von 43 Prozent des Strompreises für Privatkunden ausmachten. „Die Fremdbestimmung des Strompreises nimmt dramatische Formen an. Wir bewegen uns immer mehr weg von der Marktwirtschaft hin zur Planwirtschaft“, kritisierte Auerbach.

Die großen Vergleichsportale Toptarif, Verivox und Check24 berechneten bis Montag Preisanpassungen bei weit mehr als 400 Unternehmen, gingen aber davon aus, dass die Verteuerungen am Ende von mehr als 500 Stromlieferanten durchgeführt werden.

Bei einem bundesweiten Schnitt von knapp 12 Prozent Mehrkosten muss ein Musterhaushalt mit 4 Personen und einem jährlichen Durchschnittsverbrauch von 4000 kWh rund 125,- Euro im Jahr mehr bezahlen.

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