Steigende Strompreise wegen EEG: Soll vom Urheber abgelenkt werden?

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Für die privaten Haushalte und kleinen sowie mittelständischen Betriebe werden die Strompreise auch künftig ansteigen. Ein Resultat des Systems „Energiewende und EEG-Umlage“. Die Endverbraucher will man offenbar am Nachdenken hindern und vom Urheber abgelenkt werden.

Atomstrom

Steigende Stromkosten wegen höherer EEG-Umlage – Warum steigt die EEG-Umlage?

Stromerzeuger „bemühen“ sich um Weitergabe günstiger Strombörsenpreise

Die EEG-Umlage ist eines der Hauptantreiber steigender Strompreise. Die Energiewende ist noch lange nicht abgeschlossen und deshalb dürfen sich die nicht privilegierten Stromabnehmer getrost auf weiter ansteigende Preise einstellen.

Die großen Stromversorger Vatenfall, RWE und Eon kündigten für Anfang April 2016 weitere Anhebungen der Strompreise an.
Damit die Stromkunden und Wähler nicht auf die Idee kommt, die Hintergründe der steigenden Strompreise auszuleuchten, soll der Endkunde offenbar vom Urheber und dem eigentlichen Übel beständig steigender Stromkosten auf erklärendem Wege abgelenkt werden. So titelte die Onlineausgabe der F.A.Z. (Samstag): „Trotz sinkender Börsenpreise – Strom in Deutschland wird teurer“. Ganz nach dem Motto: „Der Strom wird teurer, obwohl die Preise an den Märkten sinken. Wie kann das sein?“.

F.A.Z. stellte fest, dass die Strompreise an den Börsen im Februar 2016 auf ein Niveau von 2002 absanken. Selbsterklärend wird aufgeführt, dass die Preiserhöhungen für die Endkunden aufgrund der steigenden EEG-Umlage für Ökostrom und höhere Netzentgelte durchgeführt werden. Die EEG-Umlage 2016 beträgt inszwischen 6,35 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Zum Jahreswechsel 2014 auf 2015 sank die Öko-Umlage sogar etwas ab. Dem Bericht zufolge unternehmen die Stromerzeuger „große Anstrengungen“, um die gefallenen Strombörsenpreise in einem weitgehendst möglichen Rahmen an die Kunden weiterzureichen.

Stromkosten steigen WEIL die Börsenpreise fallen

Die EEG-Umlage steigt an und deshalb steigen auch die Stromkosten für die Endkunden. So weit richtig. Die Frage, warum die EEG-Umlage eigentlich so stark ansteigt, wird im o.g. Artikel jedoch nicht behandelt. Die Überschrift hätte eigentlich richtig lauten müssen: „Wegen sinkender Börsenpreise – Strom in Deutschland wird teurer„.

Endkunden müssen die Differenz zwischen den Börsenpreisen und den fest zugesagten Entgelten für die Ökostrom-Erzeuger ausgleichen. Genau das ist die EEG-Umlage. Fallen die Preise an den Strombörsen, so wird die Lücke zu den Ökostrom-Entgelten entsprechend größer. Ergo die Öko-Umlage muss zwangsläufig ansteigen. Dieses System ist das Produkt der Bundesregierung.

Die Große Koalition, allen voran Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), kündigten lauthals eine umfangreiche EEG-Reform an, um die Strompreise für die Endkunden zu deckeln, aber zum Schluss blieb nach dem enormen Druck durch die Industrie-Lobby nur ein kümmerlicher Rest übrig. Ein „Reförmchen“. Die stromintensive Industrie behielt ihre Privilegien und muss keine EEG-Umlage berappen. Dazu kommen Sondertarif-Regelungen und Rabatte für Netzentgelte. Wie immer blieb eine Differenz offen, zu bezahlen vom „großen Rest“.

Die auf den Endkunden auferlegten Gesamtkosten setzen sich aus einer ganzen Palette von Einzelposten zusammen. Die Bundesregierung gewährte den Kohlekraftwerks-Betreibern inzwischen ein Entgelt für die Bereitschaftsstellung. Darüber hinaus schwebt noch die Klage der großen Energieversorger gegen die Bundesregierung und ihrer „überhasteten“ sowie rechtlich noch nicht geklärten Anordnung, in der BRD einige Kernkraftwerke von heute auf morgen stillzulegen. Es dreht sich immerhin um eine Summe in der Gegen von 20 Milliarden Euro. Ein möglicher Rechnungsposten, der auch von „irgendwo“ bezahlt werden müsste.

Es liegt auf der Hand, dass der Strom-Endkunde vom selbstständigen Nachdenken über Urheber und Gründe der steigenden Stromkosten und den ausgeweiteten Privilegien für die Industrie abgehalten werden soll.

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