Solarausstieg Bosch könnte weitere 2.500 Jobs gefährden

Bosch-Ausstieg Solarbranche-


Der Ausstieg des Großunternehmens Bosch aus der Solar-Branche fordert mit der Gefährdung weiterer Jobs von bis zu 2.500 Beschäftigten einen hohen Preis. Für die Arbeitnehmer in Thüringen und Brandenburg besteht derzeit eine ungewisse Zukunft.

Töchter des Bosch-Unternehmens schweben im Ungewissen

Solarmodul-Hersteller
Untergang des einst vielversprechenden Energie-Sektors

Die Einstellung des vermeintlichen Nischen-Geschäfts Solarenergie durch den Bosch-Konzern findet eine bittere Fortsetzung. Nachdem bereits rund 3.000 Mitarbeiter von Bosch demnächst eine Kündigung erhalten werden, müssten nun in Brandenburg und Thüringen weitere 2.500 Beschäftigte um ihren Arbeitsplatz bangen.

Für das Großunternehmen Bosch stellte sich die einst vielversprechende Solarmodul-Herstellung als ein Milliardengrab heraus. Am vergangenen Freitag verkündete Unternehmens-Chef Volkmar Denner die Einstellung der Tätigkeiten innerhalb dieser Energie-Sparte. Eine Kostennote für diesen Schritt wäre aber noch nicht einschätzbar. Diese Botschaft setzte gleichzeitig rund 3.000 Mitarbeiter auf die Straße. Es wäre keine Lösung gefunden worden, wie dieser milliardenschwere Marktsektor jemals in die schwarzen Zahlen manövriert werden könne.

Von diesem Ausstieg ist unmittelbar die Bosch-Tochter Aleo Solar in Brandenburg betroffen. Dieses Unternehmen mit rund 700 Beschäftigten solle nun möglichst schnell verkauft werden. Bis auf Weiteres wäre jedoch der normale Betrieb sicher gestellt, da bis Ende März 2014 die Finanz-Ausstattung vom Mutterkonzern Bosch ausreichend wäre, so die „Neue Osnabrücker Zeitung (noz.de) (Sonntag).

Auf ebenfalls wackeligen Beinen steht das Werk in Arnstadt mit rund 1.800 Beschäftigten. In einem einberufenem Krisengipfel soll noch in dieser Woche über dessen Zukunft entschieden werden.

Das Sterben in der Solarenergie-Branche geht unvermindert weiter. Bereits im Sommer 2012 wurde für den Solarmodul-Hersteller Sovello nach monatelangem Tauziehen das endgültige Aus verkündet. Die Stimmen in der EU, die für eine bessere Ausstattung im Kampf gegen die Asien-Konkurrenz plädierten, dürften bereits leiser geworden sein. Auch Chinas Solarmodulhersteller, die ohnehin milliardenschwere Subventionen vom Staat erhalten, haben offensichtlich mit der sehr schlechten Marktsituation zu kämpfen.

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