Schlagen Stromkonzerne einfach 50% drauf?

Stromverteuerung-


Die „Gunst der Stunde“, oder „Gelegenheit macht Diebe?“. Offenbar wurde der Strompreisaufschlag aufgrund der EEG-Umlage als ein günstiger Moment genutzt, um die eigenen Begierden mit einfließen zu lassen. Der rechnerische Öko-Aufschlag für die Privathaushalte dürfte eigentlich nur rund die Hälfte der tatsächlich aufgebrummten Preiserhöhung ausmachen.

Präsentierte Einigkeit im „Chor der Stromkonzerne“

Strompreiserhöhungen
Ominöse Preis-Verdoppelung
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Die für 2013 angekündigten Strompreisanhebungen scheinen ein wenig über „das Ziel hinaus geschossen“ zu sein. Denn rechnete man nur die um knappe 5,3 Cent/kWh erhöhte Öko-Umlage auf die alte Stromrechnung, dürften nur rund 6 Prozent statt der durchschnittlichen 12 Prozent Erhöhung zu erwarten sein. Demzufolge langen die Stromlieferanten offenbar ein wenig „zu kräftig“ in die Kassen der Privathaushalte, so die BILD (Donnerstag) lt. den Berechnungen des Bundes der Energieverbraucher.

Die Stromkunden werden „dreist mit 2,1 Milliarden Euro abkassiert“, so der Chef des Bundes der Energieverbraucher, Aribert Peters, zur BILD. Die Energiewende werde vorgeschoben, um die Gesamterhöhung der Strompreise zu rechtfertigen, allerdings wären nur 6 Prozent statt der „unverschämten“ 12 Prozent gerechtfertigt, so Peters.

Bei einem Musterhaushalt mit angenommenen 4 Personen und einem durchschnittlichen Jahres-Stromverbrauch von 4.000 kWh (Kilowattstunden) verursacht der Aufschlag von 12 Prozent rund 140,- Euro Mehrkosten pro Jahr. Lediglich die Hälfte davon ließe sich auf die Anhebung der Öko-Umlage anrechnen. Demnach ergäbe sich bei rund 30 Millionen von den Strompreisanhebungen betroffenen Haushalten ein ungerechtfertigter Preisaufschlag von 2,1 Milliarden Euro.

„Nur wegen Energiewende“ wäre nur die halbe Wahrheit

Im Oktober wurde die Anhebung der Ökoumlage zugunsten der Stromnetzbetreiber auf knappe 5,3 Cent pro Kilowattstunde festgelegt. Erst kurz vor dem Ende der 6-wöchigen Frist, die von den Stromversorgung einzuhalten ist, wenn geforderte Strompreiserhöhungen ab dem 01. Januar abkassiert werden wollen, wurde die faktische Strompreisverteuerung von durchschnittlich 12 Prozent bekannt gegeben.

Die Stromlieferanten hatten somit mehrere Wochen Zeit, um sich ihre „Strategie“ zu Recht zu legen und offenbar den „Öko-Aufpreis“ schlicht mit dem gleichen Betrag zu verdoppeln. Der Ökoanteil fließt am Lieferanten direkt an den Netzbetreiber durch, die weiteren „ominösen“ 6 Prozent dürften allerdings „einfach so“ hängen bleiben.

Doch wer hätte tatsächlich geglaubt, dass der gesetzlich festgelegte Strompreisaufschlag ohne zusätzliches „Beiwerk“ durch die Strompreislieferanten einfach so an den Endkunden weiter gegeben würde?

Interessant wäre es zu wissen, welche Stromanbieter ihren Kunden tatsächlich nur die Energiewende zur Strompreisanhebung als Begründung angaben, oder auch die „zweite Wahrheit“ durchblitzen ließen.

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