Reale Strompreisbremse für Industrie war noch nicht genug

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Der BDI warnt vor den weiteren Folgen steigender EEG-Umlagen und Netzengelten. Die deutschen Unternehmen erlitten erhebliche Wettbewerbsvorteile. Der Industrievertreter fordert von Bundesminister Gabriel positive Ergebnisse bei den Verhandlungen mit der EU-Kommission ein.

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BDI macht sich für weitere Stromkostensenkungen stark – Privathaushalte egal

Strompreisbremse für Industrie war noch nicht genug

„Gedanken sind frei und wünschen darf man sich viel“. Die einst für die Strom-Konsumenten in Aussicht gestellte Kostenbremse war lediglich Schall und Rauch. Die vom einstigen Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) im Januar 2013 angekündigte Strompreisbremse entpuppte sich als eine astreine Luftnummer und vom großen Wurf des Wirtschaftsministers Sigmar Gabriel (SPD) blieb lediglich ein senkrecht plumpsender Stein übrig. Gabriel kündigte „Verbesserungen“ durch die EEG-Reform für die Stromkunden an, verhaspelte sich aber offenbar nur mit der Zielgruppe und meinte eigentlich die privilegierten Großkonzerne.

Als wenn die fortgesetzten Strompreis-Anstiege für Haushalte und kleine bis mittelständische Betriebe auch im Jahr 2016 noch nicht genug wären, greift der Industrievertreter BDI nach und fordert weitere Erleichterungen für die deutschen Unternehmen. Die EEG-Umlage steigt auf eine neue Rekordhöhe und lt. BDI rutschten die Betriebe in einen „klaren Wettbewerbsnachteil“ ab.

Steigende Netzentgelte und die ebenso in die Höhe kletternde EEG-Umlage seien gravierende Nachteile im internationalen Wettbewerb. Die Zukunft werde noch dramatischer werden. „Die hohe Belastung des Produktionsfaktors Strom gefährdet unsere Industrien“, so BDI-Chef Ulrich Grillo. An den bestehenden Entlastungen für die Eigenstromerzeugung in der Industrie dürfe nicht gerüttelt werden.

Der BDI verlässt sich darauf, dass Bundesminister Sigmar Gabriel nach den Verhandlungen mit der EU-Kommission positive Ergebnisse für die deutschen Unternehmen präsentieren wird.

Weitere Vergünstigungen bei den Stromkosten für die Industrie münden zwangsläufig in höheren Belastungen für die privaten Haushalte, sofern am bestehenden EEG-System festgehalten wird und davon kann ausgegangen werden. Der BDI ist Vertreter der Industrie und steht damit fernab den Interessen der Privathaushalte.





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