Politisches Trauerspiel um Energiewende & Offshore-Windparks

Netzsicherheit Stromversorgung-


Die Energiewende trägt bereits bunte Blüten. Neben drohenden Versorgungsengpässen und befürchteten Stromausfällen zur kalten Jahreszeit, kamen bereits zahlreiche Konsequenzen auf die Endverbraucher in Form von höheren Kosten zu. Das Projekt „Offshore-Windparks“ droht zu einem politischen Desaster auszuarten.

Leidet aufgrund politischen Drucks die Planungssorgfalt?

Stromausfall
Trauerspiel um Energiewende
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Der komplette Stromausfall im Münchener Stadtraum Mitte November könnte als „Muster-Szenario“ für die drohenden Risiken gelten, wenn der bisherige Kurs in der Energiewende weiter verfolgt wird. Obwohl der Blackout in München auf einen lokalen Fehler in einem Umspannwerk beruht, wäre das Resultat eines Stromausfalls durch Netzüberlastungen mangels erforderlichen Ausbaus identisch. Schenkte man dem Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) Glauben, drohe dank der Energiewende ohnehin akuter Stromausfall besonders zur kommenden kalten Jahreszeit.

Eine ganze Armada von Windkraftanlagen in der Ost- und Nordsee könnten zu erklärten Mahnmalen von vollständig misslungenen Ansätzen einer „unbeabsichtigten“ Planwirtschaft in der sozialen Marktwirtschaft werden. Anstatt den Netzausbau zur Erschließung der Windenergie-Erzeuger auf hoher See gezielter voranzutreiben, ist die Bundesregierung vielmehr darum besorgt, wer die Kosten für das „Komplettversagen“ zu tragen hat.

„Notfalls ist der Steuerzahler stets zur Hand“
Inzwischen wurde für die verwaisten Offshore-Windanlagen der Endverbraucher wiederholt als „verantwortlicher Zahlmeister“ entdeckt und die beteiligten Unternehmen sind größtenteils aus der Verantwortung genommen.

Aufgrund der engen Zusammenarbeit zwischen dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), den Errichtern und Betreibern von Offsohre-Windparks, ist es immerhin gelungen, einen neuen Entwurf für den Offshore-Netzplan Nordsee (ONPN) zu erarbeiten. Darin wird festgehalten, welche technischen und planerischen Mindestanforderungen zu stellen sind.

Dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) gehen die Entwürfe jedoch nicht weit genug. Der Verband kritisierte besonders das Fehlen ausreichender Vorgaben zur Minimierung der Ausfallrisiken aufgrund wachsender „Risikoballungen auf See“.

Ist Termineinhaltung wichtiger als Sicherheit?
Der GDV betonte bereits wiederholt auf zu geringe Abstände der Plattformen bzw. der Seekabel hingewiesen zu haben. Darüber hinaus würden die Leitungen zu flache verlegt werden. Um die Risiken einzudämmen, hätte der Verband bereits konkrete Vorschläge unterbreitet. Demnach sieht der GDV den Offshore-Ausbau ohne angemessene Berücksichtigung der zunehmenden Risiken und ohne konkrete Vorgaben zum Abbau der vielzähligen „Flaschenhalssituationen“ als zu „kurzsichtig und nicht zielführend“ an.

Konsequenzen lassen nicht lange auf sich warten
Die Versicherer schließen nicht aus, dass es aufgrund der hohen Schadenpotenziale zu einer „Verknappung der Versicherungskapazitäten“ kommen könnte, sofern das Bundesamt am derzeitigen Entwurf festhielte. Letztendlich könnten die Versicherungskapazitäten nicht mehr ausreichen, um alle geplanten Risiken in Deckung zu nehmen, so der GDV. Dies hätte direkte Auswirkungen auf die Ausbauziele zu den deutschen Offshore-Projekten.

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