Öko-Umlage 2015: Gemäßigter Anteil ist kein Resultat der EEG-Reform

EEG-Umlage 2015-


Für die Öko-Umlage 2015 stehen die Zeichen auf gedämpfte Anhebungen, ggfs. sogar eine Absenkung. Doch kein Grund zur Entwarnung. Diese Entwicklung ist kein Resultat der EEG-Reform, sondern ein Zwischenergebnis fortlaufender Fehleinschätzungen zu den Kosten der Erneuerbaren Energien. Der Endverbraucher wird in Vorkasse genommen.

Erneuerbare Energien

Kosten der Erneuerbaren Energien steigen beständig weiter. Haushalte wurden überproportional belastet.

Im Jahr 2014 voraussichtlich kein Defizit bei den Förderungen der EEG

Die bereits in Aussicht gestellte Absenkung der Öko-Umlage im Jahr 2015 wird, wenn sie überhaupt einen Kontrast zu den aktuellen 6,24 Cent/kWh (Kilowattstunde) bilden sollte, keine Trendwende einläuten, sondern eher eine temporäre Erscheinung darstellen.

Der jährlichen Berechnung der dem Strompreis aufgeschlagenen Öko-Umlage im Folgejahr liegt lediglich eine Schätzung zu Grunde. Die Frage lautet stets, wie hoch der finanzielle Bedarf für den Ausbau der Erneuerbaren Energien im kommenden Jahr sein mag.

Die Eurokrise brachte zahlreiche Beispiele hervor, wie weit gestellte Prognosen und eingetroffene Realität auseinander driften können. Bei der Schätzung des Kostenbedarfs im Rahmen der Erneuerbaren Energie ist es nicht anders. Die Netzbetreiber lehnten sich Mitte November 2013 sehr weit aus dem Fenster und gaben einen Ausblick auf die Öko-Umlage 2015.

In den vergangenen Jahren waren die jeweiligen Aufschläge zu den Öko-Umlagen beträchtlich. Ein Resultat der nicht gedeckten Kosten. Die Schätzungen im Vorjahr zum Bedarf lagen in der Regel zu niedrig. Neu berechnete Umlagen sollten die (geschätzt) steigenden Kosten im Folgejahr decken und gleichzeitig das Defizit von der letzten Fehleinschätzung kompensieren.

So fielen die Aufschläge der Öko-Umlage bis ins Jahr 2014 teils sehr kräftig aus. Final erreichte der EEG-Anteil 6,24 Cent pro Kilowattstunde. Daraus sind 0,58 Cent pro kWh der Anteil für die Deckung des Fehlbetrags in Höhe von 2,3 Milliarden Euro aus dem Jahr 2013 bestimmt, so das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Das „EEG-Konto“ befindet sich nach dem bisherigen Verlauf 2014 noch mit rund 1,5 Milliarden Euro im Plus. Voraussichtlich entsteht für das noch laufende Jahr kein Defizit, das im Jahr 2015 durch erneute Zusatz-Aufschläge ausgeglichen werden muss. Somit käme für die Festlegung der Öko-Umlage 2015 lediglich der geschätzte Bedarf zum Tragen.

Haushalte zahlten im Jahr 2014 für Öko-Umlage ausreichend viel im Voraus

Offensichtlich wurde die aktuelle Öko-Umlage mit einem kräftigen Puffer versehen. Die Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien sind im Laufe des Jahres nicht gesunken, sondern wiederholt deutliche angestiegen. Im Zeitraum Januar bis August 2014 betrugen die Ausgaben aus den EEG-Geldern 14,7 Milliarden Euro. Ein Plus um 4 Prozent, bzw. von 529 Millionen Euro gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum.

Haushalte sollte deshalb nicht in Euphorie verfallen, wenn die kommende Schätzung – voraussichtlich Mitte Oktober – zur Öko-Umlage 2015 deutlich niedriger ausfallen sollte. Man hat den „EEG-Pflichtigen“, also die Privathaushalte und kleinere bis mittelständische Betrieben, mit den Anteilen 2014 quasi nur in Vorkassen genommen.

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